Die schwedischen Streitkräfte haben die Beschaffungsbehörde FMV mit dem Kauf weiterer 94 Transportpanzer Patria 6×6 über das CAVS-Programm beauftragt. Schweden hat im vergangenen Jahr bereits 321 Fahrzeuge des Typs bestellt, die hier als Pansarterrängbil 300 bezeichnet werden. Der Wert des neuen Auftrags wird mit etwa 1,5 Milliarden schwedischen Kronen (136,5 Millionen Euro) angegeben. Die nun insgesamt 425 CAVS sollen bis 2030 ausgeliefert werden.
Unter dem Programmnamen Common Armoured Vehicle System wurde der 6×6-Transportpanzer, Firmenbezeichnung Patria XA-300, seit 2019 gemeinsam von Finnland und Lettland, seit 2021 auch Schweden und seit 2023 Deutschland entwickelt. Das ursprüngliche Projektmitglied Estland stieg zwischenzeitlich wieder aus. Im April 2025 traten Dänemark, im September Großbritannien und Norwegen dem Programm bei. Insgesamt will Finnland bislang 161, Lettland 256 und Dänemark 130 beschaffen.
Deutschland könnte Schweden als größter Nutzer ablösen
In Deutschland soll der Typ den Transportpanzer Fuchs ablösen. Zunächst war von einem Bedarf von bis zu 1.000 Fahrzeugen die Rede. Später gab es Meldungen über Beschaffungspläne von bis zu 3.500 Stück. Unter anderem könnte das zukünftige 120-mm-Mörsersystem als System Indirektes Feuer kurze Reichweite schwer (ZukSysIndF kRw schwer) auf der Plattform umgesetzt werden. Die inländische Produktion und Instandsetzung sind am Standort Freisen von KNDS Deutschland Maintenance vorgesehen.
Der Patria 6×6 basiert auf dem erfolgreichen AMV des finnischen Herstellers und ist ein dreiachsiges schwimmfähiges Panzerfahrzeug mit einem Leergewicht von 15,5 und einem zulässigen Gesamtgewicht von 24 Tonnen. Der Grundschutz entspricht STANAG 4569 Level 2 und kann bis Level 4 verstärkt werden. Das Fahrzeug nimmt eine Besatzung von zwei bis drei Mann und acht bis zehn Passagiere auf. Angetrieben wird es von einem Scania AB Diesel mit 294 kW (394 PS) Leistung. Die Geschwindigkeit beträgt über 100 km/h auf der Straße und acht km/h im Wasser, die maximale Reichweite mehr als 700 Kilometer.
Redaktion/sab







