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Panzergrenadierbrigade 37 erhöht Einsatzbereitschaft

Die Panzergrenadierbrigade 37 ist seit Januar 2025 als schnell verlegbare Multinational Brigade Lithuania für Aufträge der NATO im Baltikum vorgesehen. Dieser Auftrag erfordert die höchste Einsatzbereitschaft und Kampfstärke – jederzeit und mit dem, was da ist. Für diese Fähigkeit zum sogenannten „fight tonight“ verlegte die Brigade in den vergangenen Wochen mit bis zu 3.000 Soldatinnen und Soldaten sowie 800 Rad- und Kettenfahrzeugen auf den Truppenübungsplatz Bergen in Niedersachsen und trainierte dort für den Ernstfall.

Auf die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ ist Verlass. Das hat sie bereits in zahlreichen Auslands- und Amtshilfeeinsätzen der Bundeswehr unter Beweis gestellt. Als NATO Response Force (NRF) war sie sogar der Leitverband der multinationalen Landanteile der NRF und führte bis zu 12.000 Soldatinnen und Soldaten aus neun Nationen. Seit Januar 2025 ist sie erneut für einen Auftrag der NATO vorgesehen – diesmal als Multinational Brigade Lithuania.

Ob der aufgesessene oder der abgesessene Kampf - der Gefechtsdienst wurde in allen Schwierigkeitsstufen durchgeführt, um die Fähigkeiten zum Kampf weiter zu stärken.
Ob der aufgesessene oder der abgesessene Kampf – der Gefechtsdienst wurde in allen Schwierigkeitsstufen durchgeführt, um die Fähigkeiten zum Kampf weiter zu stärken. (Foto: Bundeswehr/Schulze)

Damit ist sie der einsatzbereiteste und am schnellsten verlegbare Verband des Deutschen Heeres, sollte es zum Bündnisfall an der NATO-Ostflanke kommen. Bis zum Abschluss des Aufwuchses der Panzerbrigade 45 in Litauen trägt sie damit wesentlich zur Abschreckung jeglicher Aggression gegen das Bündnisgebiet und damit unmittelbar zum Schutz Litauens bei. Doch Bündnisverteidigung ist Landesverteidigung und der Schutz Litauens ist auch der Schutz Deutschlands.

Übung Wettiner Heide in Bergen

Und so treten die Soldatinnen und Soldaten aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen und weiteren Bundesländern im Baltikum für den Schutz ihrer Heimat ein. Privileg und Bürde zugleich, insbesondere vor dem Hintergrund eines anspruchsvollen und sich rasant wandelnden Gefechtsfeldes. Um diesen Anforderungen durchsetzungsfähig zu begegnen, steht eine kontinuierliche, realitätsnahe und gute Aus- und Weiterbildung aller Soldatinnen und Soldaten an vorderster Stelle. So auch in der diesjährigen Übung Wettiner Heide.

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Bis zu 3.000 Soldatinnen und Soldaten aller Truppenteile der Brigade und ihren Unterstützungskräften trainierten auf dem Truppenübungsplatz im niedersächsischen Bergen. Unter den bis zu 800 Fahrzeugen waren unter anderem die Panzerhaubitze 2000, der Schützenpanzer Puma und der Kampfpanzer Leopard 2A7V. Das Übungsportfolio reichte von der Verlegung per Bahntransport und der Entladung unter Sicherung durch den Heimatschutz, über den Gefechtsdienst in verschiedensten Schwierigkeitsstufen, den scharfen Schuss aller Hauptwaffensysteme bis hin zu Gefechtsstandprozessen sowie der Erprobung und Weiterentwicklung der Führungsfähigkeit der Brigade.

Panzergrenadiere vertiefen Fähigkeiten

Stärken gilt es zu stärken, Schwächen zu schwächen. In einer Mischung aus bataillonseigenen Ausbildungen bei gleichzeitiger Vernetzung im sogenannten „System Brigade“ wurden während der Übung Wettiner Heide Ausbildungsthemen vertieft, die Fähigkeit zum Kampf insbesondere durch Schießvorhaben weiter gestärkt, Fähigkeiten in den Bereichen Führung – Aufklärung – Wirkung und Unterstützung gefestigt, Prozesse vertieft und Neues erprobt.

Das moderne Gefechtsfeld ist gläsern, anspruchsvoll und wandelt sich rasch. Drohnen sind daher aus Ausbildung, Übung und Einsatz nicht mehr wegzudenken.
Das moderne Gefechtsfeld ist gläsern, anspruchsvoll und wandelt sich rasch. Drohnen sind daher aus Ausbildung, Übung und Einsatz nicht mehr wegzudenken. (Foto: Bundeswehr/Schulze)

Im Rahmen einer zentral durchgeführten Fortbildung für das Führungspersonal der Brigade zum Thema „Aufklärungs- und Wirkkomplex“ standen Zusammenspiel und Vernetzung von Aufklärungskräften mit Fähigkeiten der indirekten taktischen Feuerunterstützung im Vordergrund. „Die Wirkung wird nicht allein durch die Technik erzielt. Auf die Soldaten mit der richtigen Ausbildung und dem richtigen Mindset kommt es an“, resümiert Brigadekommandeur Oberst Hagen Ruppelt.

Und all dies ist vorhanden in seiner Brigade. Bereits durch den Auftrag als NRF hat sich die mitteldeutsche Brigade einen großen Erfahrungsschatz angeeignet. Diesen festigt und entwickelt sie stetig. Durchsetzungsfähigkeit, Innovationsstreben und insbesondere Professionalität sowie Qualität zeichnen die Panzergrenadierbrigade 37 aus. Sie ist bereit: bereit für den „fight tonight“ – bereit für den Auftrag als Multinational Brigade Lithuania.

Redaktion/sab