Mit einer umfangreichen Präsentation von Luft- und Landfahrzeugen, weiteren Waffensystemen, aber auch infanteristischen Aufgaben war die Bundeswehr auch auf der diesjährigen Internationalen Luftfahrtausstellung ILA 2026 in Berlin wieder größter Einzelaussteller. Laut Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius, der die Veranstaltung am Freitag der vergangenen Woche besuchte, waren rund 800 Soldatinnen und Soldaten beteiligt, davon 80 aus der Reserve.

Angesichts der sicherheitspolitischen Entwicklungen in den letzten Jahren hat sich die ILA ohnehin stark in den Rüstungsbereich mit Darstellung aller Domänen der Wehrtechnik entwickelt. Selbst unter diesen Vorzeichen dominierten neben der Luftwaffe aber auch Heer, Marine und weitere Organisationsbereiche das Geschehen, da die Beteiligung von NATO-Partnern vermutlich aufgrund der realen Einsatzsituation spürbar zurückgegangen ist. Gezeigt wurden praktisch alle gegenwärtigen Luftfahrzeuge der Bundeswehr im statischen Display, zumeist auch im Flug.
Bundeswehr zeigt Hubschrauber, Flugzeuge und Kampfroboter
Teilstreitkräftegemeinsamer Höhepunkt war wieder die Demonstration einer Luftlandeübung mit Deckung aus der Luft durch Kampfhubschrauber Tiger, Absetzen von Erkundungskräften durch Fastroping vom leichten Transporthubschrauber NH90 und anschließender Aufnahme durch mittlere Transporthubschrauber CH-53 der Luftwaffe. In gleich mehreren Versionen war der leichte Unterstützungshubschrauber H145 zu sehen: so in der Schul- und Verbindungsvariante, der SAR-Version, und in der Rolle Unterstützung von Spezialkräften mit MG 6 Minigun.

Das Objektschutzregiment der Luftwaffe hatte nicht nur geschützte Fahrzeuge wie den Dingo mitgebracht, sondern übernahm neben den Feldjägern auch ganz praktische Sicherungsaufgaben auf dem Flugfeld. Das Wachbataillon der Bundeswehr war mit einer Vorführung seines Drill Teams vertreten. Und natürlich waren A400M, Eurofighter und Tornado im Flug zu sehen, auch in Formation mit dem Tankflugzeug A330 MRTT. Erstmals dabei war der erst in diesem Jahr in Dienst gestellte U-Boot-Jäger Boeing P-8A Poseidon der Marineflieger.
Der im kommenden September zunächst für die Ausbildung in den USA zulaufende Stealth-Fighter F-35 wurde ebenfalls bereits in Bundeswehr-Lackierung als 1:1-Mockup und von amerikanischer Seite auch „in echt“ ausgestellt. Zu sehen waren außerdem das neue Flugabwehrsystem IRIS-T SLM sowie diverse Drohnen und Drohnenabwehrsysteme. Blickfang am Stand der Karriereberatung war ein „bemannter“ Kampfanzug beziehungsweise Kampfroboter im Transformer-Look. Dieser ist offenbar aber nicht zur querschnittlichen Einführung bei der Bundeswehr vorgesehen.
Stefan Axel Boes












