Print Friendly, PDF & Email

Nachdem im Dezember 2019 ein Vertrag mit BAE Systems Bofors und BAE Systems Hägglunds für ein neues Mörsersystem abgeschlossen wurde, erfolgte im Juni 2021 die Auslieferung der letzten der insgesamt 40 Fahrzeuge an die schwedische Armee.

Dieser in einem schwenkbaren Turm integrierte automatische 120-mm-Doppelrohr-Mörser stellt gegenüber dem bislang eingesetzten, hinter einem Kettenfahrzeug gezogenen lafettierten System, einen erheblichen Fortschritt dar. Die Zeiten zum In-Stellung gehen und zum Stellungswechsel haben sich erheblich verkürzt. Nach Schussabgabe ist ein Stellungswechsel vor Identifizierung der Stellung und Bekämpfung durch den Gegner erheblich schneller möglich.

Die gewählte Plattform erlaubt es deutlich besser den mechanisierten Kräften im Kampf zu folgen und dieser schlagkräftig zu unterstützen. Das System bietet einen guten Schutz gegen Splitterwirkung und Wetter- und insbesondere Kälteschutz für die innerhalb des Mörsersystems untergebrachte drei-köpfige Besatzung. Da er sich mit dem Schützenpanzer CV90, von dem die Schwedischen Streitkräfte über mehr als 500 Stück verfügen, die gemeinsame Plattform teilt, sind zusätzlich Vorteile in der Logistik vorhanden.

Der Möser besteht aus zwei 120-mm Glattrohren mit einem Schwenkbereich von 60 Grad und einer Elevation von 45 bis 85 Grad . Die Kadenz liegt bei 16 Schuss pro Minute und das System nutzt Standard 120-mm-Mörsermunition.

Funktionsweise des Mjölner (Video: Försvarsmakten)

Wolfgang Gelpke