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Die Bundeswehr hat Rheinmetall Soldier Electronics beauftragt, sein Laser-Licht-Modul LLM-VarioRay der neusten Generation an die Streitkräfte zu liefern, wie das Unternehmen heute mitteilte. Vor knapp einem Monat gab der Bundestag seine Zustimmung für die Beschaffung von optischen und optronischen Geräten für die Bundeswehr-Sturmgewehre. In einem ersten Loses sollen 2.460 Geräte im Wert von 3 Millionen Euro geliefert werden.

Rheinmetall gab zudem bekannt, dass der geschlossene Rahmenvertrag ein potentielles Gesamtvolumen von bis zu 130.000 Geräten im Wert von bis zu 178 Millionen Euro umfasst.

Von den nun bestellten 2.460 Geräten dienen 360 der internen Nachweisführung. Die restlichen Laser-Licht-Module werden im Anschluss der Truppe zulaufen. Die Auslieferung soll bereits dieses Jahr beginnen.

Das LLM-VarioRay, welches laut Herstellerangaben 250g wiegt, lässt sich an jede Picatinny-Schiene (MIL-STD 1913) montieren. Neben einer leistungsfähigen regelbaren Weißlichtlampe ist auch ein Rotlicht sowie ein Infrarot-Lasermarkierer und ein fokussierbarer Infrarotbeleuchter verbaut. Somit wird eine Steigerung der infanteristischen Nachtkampffähigkeit sowohl mit als auch ohne Nachtsehmittel erzielt.

Das VarioRay verfügt über eine starke Weißlicht-Lampe, einen Rotlicht-Lasermarkierer, einen Infrarot-Lasermarkierer und einen elektrisch fokussierbaren Infrarot-Beleuchter. Die Lichtquelle lässt sich stufenlos per Drehschalter auswählen und regeln. Das Gerät verfügt über einen voll integrierten, werkseitig ausgerichteten Laserblock. Dieser Laserblock ermöglicht eine einfache Justierung und Ausrichtung an Visier und Waffe. Gemeinsam mit Nachtsicht- und Wärmebildgeräten können die deutschen Streitkräfte so ihre Aufträge über das gesamte Einsatzspektrum hinweg zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jedem Wetter erfüllen. (Foto: Rheinmetall)

Neben der Bundeswehr, wo das LLM-Vario Teil des „Infanterist der Zukunft – Erweitertes System“ (IdZ-ES) ist, wurde das Produkt auch bei den Schweizer Streitkräften als „Laser-Licht -Module 19“ und den Britischen Armee als „Laser Light Module MK3“ beschafft.

Kristóf Nagy