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Während sich der Beschaffungsprozess der neuen deutschen Standard-Handwaffe verzögert, haben die französischen Streitkräfte jüngst erst wieder 2.000 neue Sturmgewehre aus der Industrie übernommen. Damit wurden mittlerweile 53.000 der 117.000 geplanten Waffen in die französischen Streitkräfte eingeführt.

Bis 2028 sollen 117.000 Exemplare an die Streitkräfte ausgeliefert werden, davon 93.000 bis 2025. Die DGA bestellt die Waffen in einzelnen Losen. Erst Ende November 2020 hatte die Behörde 12.000 Sturmgewehre HK 416 F bei dem Firmenkonsortium Heckler & Koch SAS France und Heckler & Koch GmbH bestellt. Im Jahr 2020 waren zuvor 12.000 Gewehre ausgeliefert worden, womit sich die Gesamtzahl der in Nutzung befindlichen Waffen auf 45.340 erhöht hatte.

Im Laufe des Jahres 2021 werden ebenfalls insgesamt 12.000 Gewehre zulaufen und eine weitere Bestellung von 12.000 Waffen wird gemäß des vom LPM festgelegten Rhythmus aufgegeben.

In dem Rüstungsvorhaben „Arme Individuelle Future“ (persönliche Handwaffe der Zukunft) hatte die französische Beschaffungsbehörde Direction Générale de l’Armement (DGA) im September 2016 entschieden, das Bullpup-Gewehr FAMAS durch das HK416 F zu ersetzen. Dieses läuft seit 2017 in zwei Versionen zu: Standard HK416 F-S und Compact HK416 F-C.

Die französische Beschaffungsbehörde Direction Générale de l’Armement (DGA) hatte im September 2016 die HK416 F als neue Standardwaffe für die französischen Streitkräfte ausgewählt. (Foto: DGA)

Dieses Rüstungsprogramm ist wiederum Teil des Vorhabens, die persönliche Ausrüstung der französischen Streitkräfte gemäß der in einem eigenen Militärprogrammgesetz (Loi de programmation militaire) 2019-2025 festgelegten Ziele zu erneuern. Dabei steht der Schutz der Kämpfer im Vordergrund.

Jan-Phillipp Weisswange