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Die tschechischen Streitkräfte haben Anfang dieser Woche im Beisein des Verteidigungsministers Lubomír Metnar und des Generalstabschefs der tschechischen Streitkräfte, General Aleš Opata, die ersten 65 Total Hilux erhaltenn. Mit dem modernen Geländewagen werden laut Pressemitteilung des tschechischen Militärs Schritt für Schritt die aktuellen Fahrzeuge des Typs UAZ und Land Rover abgelöst und der Bestand in allen Teilstreitkräften modernisiert.

Die tschechischen Streitkräfte verwenden seit über 40 Jahren den UAZ 463 als geländegängiges Fahrzeug. Hinzu kamen ab den 1990er Jahren Land Rover Defender, welche ebenfalls am Ende Ihrer Lebenszeit angekommen sind. Der 2020 geschlossene Rahmenvertrag im Wert von 42,2 Millionen Euro sieht die Lieferung von insgesamt 1.200 Fahrzeugen des Typs Hilux in der Pick-Up-Version Double Cab vor, welche bis zu fünf Passagiere aufnimmt und erst vergangenes Jahr vorgestellt wurde. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 150 PS Vierzylindermotor welcher eine Höchstgeschwindigkeit von 175 km/h erlaubt. Der allradgetriebene Hilux hat zudem eine maximale Zuladung von 1040 kg.

Das vom tschechischen Anbieter GLOMEX Military Supplies gelieferte Fahrzeug setzte sich bei der Erprobung im letzten Sommer erfolgreich gegen die Konkurrenz durch. Die ersten Fahrzeuge wurden diese Woche an das 43. Luftlanderegiment im ostböhmischen Chrudim übergeben. Bis Ende des Jahres sollen weitere 500 folgen. 2024 ist die abschließende Auslieferung des letzten Loses vorgesehen.

General Opata sieht in der Auslieferung der Toyota Hilux einen wichtigen Baustein in der Modernisierung der Streitkräfte, die laut Pressemitteilung ohne Verzögerung fortgesetzt werden soll. Für das in Prag ansässige Unternehmen GLOMEX Military Supplies ist der letztes Jahr geschlossene Rahmenvertrag indes der zweite große Erfolg als Lieferant für geländegängige Fahrzeuge in kurzer Zeit. Bereits Ende vergangenen Jahres begann die polnische Tochter GLOMEX MS Polska die Auslieferung von insgesamt 600 modifizierten Ford Ranger XLT an die polnischen Streitkräfte.

Kristóf Nagy