Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat den Rahmenvertrag über insgesamt 250.000 Sturmgewehre des Typs G95A1/KA1 vollständig abgerufen. Das teilte Hersteller Heckler & Koch am heutigen Dienstag mit. Damit werde die Einführung des neuen Standardsturmgewehrs der Bundeswehr in vollem Umfang umgesetzt und ein weiterer wichtiger Schritt bei der Modernisierung der deutschen Streitkräfte vollzogen, so das Unternehmen. Bereits im Dezember 2025 hatte Heckler & Koch die ersten G95A1/KA1 an die Bundeswehr ausgeliefert.
„Die Modernisierung der Bundeswehr ist eine gesamtstaatliche Aufgabe. Das BAAINBw leistet dabei einen entscheidenden Beitrag, indem es komplexe Beschaffungsvorhaben mit hoher Professionalität und strategischer Weitsicht umsetzt. Die vollständige Beauftragung des G95A1/KA1-Rahmenvertrags ist Ausdruck einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und zugleich ein wichtiges Signal für die weitere Stärkung der Einsatzbereitschaft unserer Streitkräfte“, sagte Dr.-Ing. Jens Bodo Koch, Vorstandsvorsitzender der H&K AG.
Vollständige Umsetzung des G95-Rahmenvertrags steht für Modernisierungskurs
Koch weiter: „Diese Entscheidung bestätigt zugleich unsere langfristige Unternehmensstrategie. Industrielle Leistungsfähigkeit entsteht nicht erst mit dem Eingang eines Auftrags, sondern durch kontinuierliche Investitionen über viele Jahre hinweg. Wer Streitkräfte schnell und zuverlässig ausrüsten will, muss die erforderlichen Kapazitäten schaffen, bevor sie benötigt werden. Unsere Investitionen der vergangenen Jahre versetzen uns heute in die Lage, auch große Beschaffungsprogramme zuverlässig und mit hoher Geschwindigkeit umzusetzen.“
Heckler & Koch hat seine industrielle Basis in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben konsequent ausgebaut. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Investitionsprogramms HK100 setze das Unternehmen seinen Wachstumskurs mit dem Programm HK Evolution fort. Insgesamt investiere Heckler & Koch mehr als 230 Millionen Euro in zusätzliche Produktionskapazitäten, moderne Fertigungstechnologien, Infrastruktur sowie die Weiterentwicklung seiner internationalen Standorte.
Damit schaffe das Unternehmen die Voraussetzungen, nationale und internationale Streitkräfte auch bei großvolumigen Beschaffungsvorhaben langfristig zuverlässig zu versorgen. Die vollständige Umsetzung des G95A1/KA1-Rahmenvertrags stehe damit gleichermaßen für den konsequenten Modernisierungskurs der Bundeswehr und für die Leistungsfähigkeit einer starken deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie als verlässlichem Partner der Streitkräfte.
Redaktion/sab











