Rheinmetall liefert weitere Artilleriemunition an die Ukraine. Nach eigenen Angaben vom heutigen Dienstag hat ein NATO-Staat das Unternehmen beauftragt, mehrere tausend 155-mm-Geschosse und Treibladungen zu liefern. Der Auftragswert, der im zweiten Quartal 2026 eingebucht wurde, liege im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Produktion habe bereits begonnen, der Auftrag soll noch vor April 2027 abgeschlossen sein.
Die Geschosse des Typs ER02A1 B/B werden laut Pressemitteilung von Rheinmetall Expal Munitions in Spanien hergestellt. Die modularen Treibladungen des Typs DM72 stammten von der Nitrochemie. Geschosse und Treibladungen seien bereits bei verschiedenen NATO-Staaten in Nutzung. Sie könnten von einer Vielzahl von 155-mm-Waffensystemen verschossen werden und böten eine hohe Reichweite und Wirkung.
Zweiter Auftrag für Rheinmetall in kurzer Zeit
Erst Ende Juni hatte Rheinmetall eine nahezu gleichlautende Mitteilung über die Lieferung einer niedrigen fünfstelligen Zahl von 155-mm-Geschossen und zugehörigen Treibladungen abgegeben, die offenbar von der Ukraine selbst beauftragt wurde. Auch hier handelte es sich um Munition des Typs ER02A1 B/B aus Expal-Fertigung, deren Produktion bereits angelaufen sei und bis zum ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein solle.
Rheinmetall investiert den Angaben zufolge weiterhin stark in die Kapazitätserweiterung bestehender Anlagen und den Aufbau neuer Fertigungsstätten, um die wachsende Nachfrage nach modernen 155-mm-Geschossen und Treibladungen bedienen zu können. Der Technologiekonzern mit Sitz in Düsseldorf baue seit 2022 seine Produktionskapazitäten aus und strebe bis 2030 eine Produktion von rund 1,5 Millionen 155-mm-Artilleriegeschossen pro Jahr an.
Redaktion/sab











