StartBewaffnungPanzermörser – Schweden beschafft 20 zusätzliche Mjölner

Panzermörser – Schweden beschafft 20 zusätzliche Mjölner

Waldemar Geiger

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Die schwedische Beschaffungsbehörde Försvarets materielverk (FMV) hat bei BAE Systems weitere 20 CV90-Mörser des Typs Mjölner bestellt. Die Fahrzeuge im Wert von rund 30 Millionen US-Dollar sollen bis 2025 geliefert werden, wie das Unternehmen in einer Mitteilung bekannt gab. Somit werden die schwedischen Streitkräfte ab Mitte des Jahrzehnts über 80 Mjölner-Panzermörser verfügen.

Der ursprünglich erteilte Auftrag über 40 CV90-Mjölner-Systeme wurde 2016 erteilt, die Auslieferung der Systeme begann 2019 und wurde BAE Systems zufolge 2020 pünktlich abgeschlossen. Einer früheren Stellungnahme der FMV zufolge wurde das letzte System nicht 2020, sondern erst Mitte 2021 an die schwedischen Streitkräfte übergeben. Im Februar 2022 vergab die FMV den ersten Folgeauftrag für 20 weitere Panzermörser sowie die Kampfwertsteigerung der 40 bereits im Einsatz befindlichen Systeme, um sie alle mittels einer Integration des neuen C4I-Systems „LSS Mark“ der schwedischen Streitkräfte auf denselben Standard zu bringen.

Der Mjölner verfügt über einen 30 Grad zu jeder Seiten schwenkbaren 120-mm-Doppelrohr-Mörser. Der halbautomatische Mörser wird von der Besatzung aus dem geschützten Innenraum geladen und abgefeuert. Zum Einsatz kommt Standardmörsermunition im Kaliber 120-mm. Die Waffenanlage besteht aus zwei 120-mm Glattrohren mit einer Elevation von 45 bis 85 Grad. Die Kadenz wird mit 16 Schuss pro Minute angegeben.

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Der Mjölner stellt gegenüber dem bislang in den schwedischen Streitkräften eingesetzten, hinter einem Kettenfahrzeug gezogenen lafettierten System, einen erheblichen Fortschritt dar. Die Zeiten zum In-Stellung gehen und zum Stellungswechsel haben sich erheblich verkürzt. Nach Schussabgabe ist ein Stellungswechsel vor Identifizierung der Stellung und Bekämpfung durch den Gegner erheblich schneller möglich.

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Der Mörser ist binnen zwei Minuten feuerbereit und eine Minute nach Abgabe des letzten Schusses wieder abmarschbereit. Diese hohe Mobilität und Operationsgeschwindigkeit dient nicht nur der schnelleren Eröffnung des Feuerkampfes, sie ist auch ein zusätzlicher Schutz für die vierköpfige Besatzung mit Fahrer, Kommandant sowie Richt- und Ladeschützen, da das Risiko für ein feindliches Gegenfeuer durch das höhere Operationstempo erheblich gesenkt wird.

Waldemar Geiger