StartMobilitätCAVS-Programm: Deutschland beauftragt bis zu 876 Patria 6x6

CAVS-Programm: Deutschland beauftragt bis zu 876 Patria 6×6

Deutschland hat der finnischen Patria zwei Beschaffungsaufträge für bis zu 876 6×6-Transportpanzer im Rahmen des CAVS-Programms erteilt. Der Gesamtwert beläuft sich auf über zwei Milliarden Euro einschließlich einer Festbestellung von über einer Milliarde. Das teilte Patria am heutigen Donnerstag mit. Die Aufträge umfassen demnach vier verschiedene Versionen des Fahrzeugs einschließlich der Variante mit dem 120-mm-Turmmörser NEMO.

Am gestrigen Mittwoch hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages bereits die Beschaffung von zehn Mannschaftstransportwagen, 170 Pioniergruppentransportern (plus Option für 54 weitere) und 48 Panzeraufklärungsgruppentransportern (plus Option für 14) im Wert von 959 Millionen Euro freigegeben. Diese Fahrzeuge werden mit der fernbedienten Waffenstation Kongsberg RS4 ausgestattet. Demnach müsste der zweite Auftrag bis zu 580 weitere einschließlich der Mörservariante mit NEMO umfassen.

Deutschland mit Abstand größter Nutzer im CAVS-Programm

Die Lieferung der ersten Fahrzeuge soll bereits im kommenden Jahr erfolgen. Nach entsprechendem Technologietransfer an die deutschen Produktionspartner KNDS, Jungenthal Wehrtechnik und Flensburger Fahrzeugbau wird der Beginn der Auslieferung aus einheimischer Produktion dann für 2027 erwartet. Patria hatte 2024 eine entsprechende Vereinbarung mit diesen Firmen abgeschlossen, nachdem Deutschland im Vorjahr dem CAVS-Programm beigetreten war.

Insgesamt hat die Bundeswehr einen Bedarf von 4.000 Patria 6×6 als Nachfolger des Transportpanzers Fuchs. Damit würde sie mit weitem Abstand der größte Nutzer im Rahmen des CAVS-Programms. Bislang hat Schweden 435, Lettland 256, Finnland 161 und Dänemark 130 Fahrzeuge bestellt. Noch keine Zahlen gibt es von den jüngsten Programmteilnehmern Großbritannien und Norwegen.

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Redaktion/sab