Plexsys hat am Eröffnungstag der I/ITSEC 2025 in Orlando, Florida eine strategische Absichtserklärung (MoU) mit BAE Systems OneArc unterzeichnet. Die Vereinbarung formalisiert die langjährige Zusammenarbeit beider Unternehmen und bildet die Grundlage für eine vertiefte technische Integration, gemeinsame Entwicklung und die enge Kooperation mit Kunden weltweit. Die Bekanntgabe erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Nachfrage nach integriertem synthetischem Training exponentiell steigt, bedingt durch veränderte operative Anforderungen und den wachsenden Bedarf an domänenübergreifendem Training, so die Unternehmen bei der Vorstellung.
Seit über 35 Jahren bietet Plexsys weltweit Live-, Virtual- und Constructive-Trainingslösungen (LVC) für die Verteidigungsindustrie. Der Umgebungsgenerator Advanced Simulation Combat Operations Trainer (ASCOT) 7 von Plexsys bietet in Kombination mit den verteilten Kommunikations- und Missionsanalysetools eine ausgereifte und skalierbare Grundlage für die Modellierung komplexer Einsatzumgebungen.
Auch Bundeswehr nutzt Software VBS
OneArc ist nach eigenen Angaben ein weltweit führender Innovator im Bereich Verteidigungstechnologie und entwickelt synthetische Umgebungen, die die Simulation des modernen Gefechtsfelds revolutionieren – schnell und umfassend. Die Flaggschiff-Plattform VBS4 (Virtual Battle Space) bietet eine umfassende virtuelle Desktop-Trainingsumgebung, die die Erstellung und Durchführung beliebiger militärischer Trainingsszenarien ermöglicht und von Streitkräften weltweit genutzt wird.
Die Bundeswehr nutzt VBS seit 2010 und hat 2023 eine Enterprise-Lizenz für VBS4 erworben. Seitdem wird die Software mit Unterstützung des Zentrums Digitalisierung der Bundeswehr (ZDigBw) flächendeckend in der Simulation eingesetzt, so die Bundeswehr. Eines dieser Projekte sei die Simulations- und Testumgebung der Bundeswehr, mit der die Dienststellen der Bundeswehr für virtuelle Übungsvorhaben vernetzt sind. VBS4 soll vor allem auch für die Entwicklung modernster Feuer- und Gefechtssimulatoren für die Ausbildung der mittleren Kräfte der Bundeswehr genutzt werden. Hier vor allem für den Schweren Waffenträger Infanterie.
Plexsys und OneArc wollen technische Integration vertiefen
Die Bundeswehr schreibt: „Mit der Unternehmenslizenz von VBS ist die Nutzung und damit eine flächendeckende Ausbringung der Software möglich. Wir haben bereits in der Vergangenheit festgestellt, dass VBS gerade im Heer für die Ausbildung sehr gut angenommen wird. Die virtuelle Ausbildung kann die reale nicht vollwertig ersetzen, jedoch trägt die Ausbildung in virtueller Form dazu bei, dass grundlegende Abläufe und Prozesse erst einmal verstanden werden und je nach Art der Simulation auch eine Orientierung im zukünftigen Einsatzgebiet ermöglicht wird. Das spart dann im realen Betrieb wiederum Zeit und Ressourcen in der Ausbildung.“
ASCOT 7 fungiert als skalierbare, domänenübergreifende „Engine“ zur Generierung komplexer Aktivitäten in den Bereichen Luft, Land, See, Weltraum und Cyberraum, während VBS4 die dynamische Visualisierung dieser Umgebung verbessert und sowohl individuelle als auch kollektive Trainingsszenarien unterstützt. Durch die erweiterte Integration bieten Plexsys und OneArc ein nahtloseres Erlebnis bei der Szenariogenerierung, Visualisierung und Missionsdurchführung. Für militärische Anwender zielt die Zusammenarbeit darauf ab, die Integration zu vereinfachen, Reibungsverluste zwischen den Tools zu reduzieren und einheitlichere Trainingsabläufe zu ermöglichen.
Die Absichtserklärung skizziert zudem die Pläne beider Unternehmen zur Vertiefung ihrer technischen Integration, zur Entwicklung von Funktionen, die realen operativen Anforderungen entsprechen, und zur engeren Abstimmung hinsichtlich des Nutzens ihrer kombinierten Tools für die Kunden. Beide Seiten werden auch zukünftige Produktpläne aufeinander abstimmen, um die fortlaufende Kompatibilität und reibungslose Integration bei der Einführung neuer Funktionen und Fähigkeiten sicherzustellen.
Redaktion/AF









