Das litauische Verteidigungsministerium hat KNDS Deutschland beauftragt, zwölf Brückenleger Leguan auf Fahrgestell Leopard 2 zu liefern. Vertraglich vereinbart wurde, dass die Systeme mit je zweimal 14- und einmal 26-Meter-Leguan-Brücken beschafft werden. Zudem sichert ein ILS-Paket (Integrated Logistic Support), das unter anderem die Ausbildung, Spezialwerkzeuge und Ersatzteile umfasst, die Einsatzbereitschaft der Brückenleger. Das Auftragsvolumen liegt insgesamt bei rund 210 Millionen Euro.
Der Leguan Leopard 2 bietet die Mobilität des Kampfpanzers Leopard 2 und ein Höchstmaß logistischer Gleichheit. Die 14- und 26-Meter-Brücken entsprechen dem höchsten Anforderungsprofil an eine MLC 80 Tragfähigkeit und bieten weiteres Aufwuchspotenzial. Die Brücke kann bei Tag und Nacht aus der geschützten Kabine heraus automatisiert verlegt und aufgenommen werden.
Brückenleger Leguan auch von mehreren anderen Ländern bestellt
Weltweit ist das Leguan System bereits bei 22 Armeen auf verschiedenen ketten- und radbasierten Plattformen im Einsatz oder in der Beschaffung. Zuletzt hatte Belgien Dänemark KNDS Deutschland beauftragt, für rund 80 Millionen Euro acht Brückenleger Leguan auf einem 10×10-Radfahrzeug zu liefern. Auch Dänemark hat kürzlich drei Leguan auf Fahrgestell Tatra 10×10 geordert. Hier lag das Auftragsvolumen bei rund 33 Millionen Euro.
Zuvor hatte Dänemark 2019 bereits einen Vertrag über die Lieferung von sieben Brückenlegern auf Fahrgestell Leopard 2 unterzeichnet. Der Auftrag umfasste insgesamt sechs Einsatzsysteme, die Auslieferung erfolgte bis 2025. Ungarn hat als Teil eines im Dezember 2018 geschlossene Vertrags neben 44 Kampfpanzern Leopard 2 A7HU, 24 Panzerhaubitzen PzH 2000 und fünf Bergepanzern WiSENT ebenfalls drei Brückenlegesysteme Leguan und ein Simulationszentrum sowie ein umfassendes Ausbildungs- und Logistikpaket erhalten.
Redaktion/sab









