StartStreitkräfteGrand Eagle 2025: Panzergrenadiere in Litauen angekommen

Grand Eagle 2025: Panzergrenadiere in Litauen angekommen

Zu Land, per Flugzeug, zu Wasser und per Schiene haben die Soldatinnen und Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 in der Übung Grand Eagle 2025 ihr Ziel in Litauen erreicht. „Ich bin happy, dass endlich alle hier sind,“ begrüßt Brigadegeneral David Markus die Soldatinnen und Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 sowie ihrer Unterstützungskräfte in Litauen. Mehrere Tage der Verlegung liegen hinter den Teilnehmenden der Übung Grand Eagle 2025. Auf allen Verkehrsträgern sind sie nach Litauen gelangt.

Auf allen Verkehrsträgern, also per Straßenmarsch, Schiene, Flugzeug und Seetransport erreichten die Soldatinnen und Soldaten mit ihrem Material Litauen.
Auf allen Verkehrsträgern, also per Straßenmarsch, Schiene, Flugzeug und Seetransport erreichten die Soldatinnen und Soldaten mit ihrem Material Litauen. (Foto: Bundeswehr)

So erreichten unter anderem mehrere hundert Fahrzeuge im strategischen Seetransport auf RoRo-Schiffen ihr Ziel in Litauens Hafenstadt Klaipeda. Das Aufklärungsbataillon 13 sowie das Versorgungsbataillon 131 legten auf dem Landweg in vier Tagen 1.500 Kilometer zurück. Dass die Aufnahme, Zusammenführung und Erstversorgung der Landstreitkräfte im Zielland funktioniert, dafür sorgt in diesem Jahr das Logistikregiment 1. Während des sogenannten RSOM-Prozesses verschmelzen die Übungen Brave Blue (Unterstützungskommando) und Grand Eagle (Heer) des diesjährigen Übungsclusters Quadriga 2025.

Nächste Abschnitte von Grand Eagle bereits gestartet

„Solch eine Übung, die Verlegung von Landstreitkräften, ist enorm komplex. So viele verschiedene Akteure sind daran beteiligt. Und es ist beachtlich zu erleben, wie all diese Zahnräder ineinandergreifen“, sagt der Brigadekommandeur begeistert. Der nächste Abschnitt der Übung Grand Eagle 2025 ist bereits gestartet: das Aufklärungsbataillon 13 und das Versorgungsbataillon 131 haben ihre freilaufende Übung begonnen. Dabei nutzen sie zivile Infrastruktur, um so realitätsnah wie möglich ihre Verfahren zu trainieren.

In der Logistik sollen Schnittstellen zwischen Basis- und Einsatzlogistik beübt werden. Ob Munition, Wasser, Instandsetzung, Kraftstoff oder Schokoriegel – das logistische Netz muss im Einsatzland über hunderte Kilometer ausgebaut und aufrechterhalten werden. „Gemeinsam mit dem Logistikregiment 1 und unserem Versorgungsbataillon 131 wollen wir das System unter Last bringen“, erklärt Brigadegeneral Markus. „Die Aufklärer wiederum machen in ihrer Zwei-Parteien-Übung ‚Aufklärerdinge‘“. Das heißt: Leben im Versteck, beobachten, aufklären und Lagemeldungen absetzen.

WhatsApp MRV ST Desktop 500 x 300yH5BAEKAAEALAAAAAABAAEAAAICTAEAOw==

Panzergrenadierbrigade 3 stärkt Vornepräsenz der NATO

Die Geschehnisse und die sicherheitspolitische Lage nehmen die Soldatinnen und Soldaten sehr bewusst wahr. „Vorfälle wie kürzlich in Polen führen bei uns dazu, dass das Bewusstsein noch stärker, noch schärfer geworden ist für das, was tatsächlich passiert. Das ist hier nicht nur irgendeine Übung. Es ist im Prinzip das Szenario, auf das wir uns vorbereiten. Und das schärft bei meinen Männern und Frauen die Wahrnehmung, was auf uns zukommen kann“, beschreibt der General das Mindset seiner Truppe. „Und ich weiß auch: wir sind einsatzbereit, wir sind robust, wir können das.“ In den kommenden Tagen warten weitere Übungsabschnitte auf die 2.000 Soldatinnen und Soldaten der Übung Grand Eagle 2025 in Litauen.

Ob in der Halle oder outdoor - die Soldatinnen und Soldaten des Versorgungsbataillons 131 können Material überall instand setzen.
Ob in der Halle oder outdoor – die Soldatinnen und Soldaten des Versorgungsbataillons 131 können Material überall instand setzen. (Foto: Bundeswehr/Baehr)

Seit Januar 2025 ist die Panzergrenadierbrigade 37 „Freistaat Sachsen“ erneut für einen Auftrag der NATO vorgesehen. Als Teil der 10. Panzerdivision ist sie als Multinational Brigade Lithuania die Brigade der höchsten Verfügbarkeit und Einsatzbereitschaft des Deutschen Heeres. Sie stärkt die Vornepräsenz der NATO und leistet gemeinsam mit den Bündnispartnern einen elementaren Beitrag zur Abschreckung und Verteidigungsfähigkeit an der NATO-Ostflanke sowie für die Rückversicherung der lokalen Bevölkerung.

Redaktion/sab