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Im Rahmen des umfassenden Nachrüstungsprogramms für ihre Schützenpanzer CV90, S&T berichtete hier, erhalten die Niederlande aktive Schutzsysteme (Active Protection Systems, APS), um den Schutz der Besatzungen in den Gefechtsfahrzeugen zu verbessern. Der Generalunternehmer BAE Systems Hägglunds hat Elbit Systems mit der Lieferung von Iron Fist APS und elektro-optischen Kommandantenzielgeräten im Wert von 68 Millionen Euro beauftragt. Lieferung und Einbau der Systeme sollen in den nächsten viereinhalb Jahren (also bis Ende 2025) erfolgen.

Das aktive Schutzsystem Iron Fist erfasst anfliegende Bedrohungen (Geschosse und Raketen) mit AESA-Radar und Infrarot-Sensoren, beurteilt sie und löst automatisch eine Gegenmaßnahme aus, die die Bedrohung in sicherer Entfernung vom eigenen Gefechtsfahrzeug neutralisieren soll. Das leichtgewichtige System soll nur unwesentliche Schäden am eigenen Fahrzeug zulassen und nur wenig Kollateralschäden in der Umgebung erzeugen.

Das elektro-optische Kommandantenzielgerät Commander Open Architecture Panoramic Sight (COAPS) bietet hochauflösende Tag- und Nachtsicht-(Wärmebild-)optiken mit 15- bzw. 21-fachen optischem Zoom und einen augensicheren Laserentfernungsmesser für den Entfernungsbereich 200 m bis 7.000 m. Die stabilisierte Optik ist um 360 Grad frei drehbar und kann in der Elevation einen Bereich von – 20 Grad bis + 60 Grad abdecken. Damit ist es für die Bekämpfung von Luftzielen geeignet. Eigene Rechnerkapazitäten ermöglichen Feuerleitung und Hunter-Killer-Fähigkeiten durch Schnittstellen zum Richtschützen.

Dieser neue Auftrag für das APS steht im Zusammenhang mit einer Reihe von Aufträgen an Elbit über taktische Computer, digitale Soldatensysteme und Nachtsichtsysteme als Beitrag für die Modernisierung der Ausstattung der niederländischen Streitkräfte.

Gerhard Heiming