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Zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges entwickelt und nach dem Kalten Krieg sträflich vernachlässigt, könnte der weiterentwickelte Kurzwellenfunk – Deutschland ist hier führend – viele Probleme moderner Streitkräfte in einem Kriegsszenario mit einem ebenbürtig aufgestellten Gegner lösen.

Die Führung moderner Streitkräfte basiert maßgeblich darauf, dass die einzelnen Truppenteile ungestört miteinander kommunizieren können. Dies ist auch den potenziellen Gegnern der NATO-Staaten bekannt. Der Einsatz der bereits auf Brigadeebene angesiedelten russischen EloKa-Kräfte im Ukrainekonflikt hat der NATO plakativ vor Augen geführt, über welche Fähigkeiten Russland verfügt, um im Kriegsfall unterschiedliche Kommunikationswege und -mittel zu stören. Der Konflikt war ein Weckruf für die westlichen Streitkräfte, nicht nur auf eine Technologie in der Nahbereichskommunikation (VHF und UHF) und Weitbereichskommunikation (Satellitenkommunikation) zu setzen, sondern Redundanzen aufzubauen. Eine Möglichkeit, Redundanzen zu schaffen, bietet der Kurzwellenfunk, auch unter dem Namen HF-Funk (High Frequency) bekannt.

„Die Kurzwelle ermöglicht eine weltweite Kommunikation, ohne dass dafür Infrastruktur, beispielsweise in Form von Satelliten oder Basisstationen, notwendig ist“, sagt Jürgen Escher, Chief Technology Officer von Elbit Systems Deutschland. Weitere Vorteile sind die im Vergleich zu anderen Kommunikationstechnologien geringe Störanfälligkeit und günstige Nutzung, da im Vergleich zur Satellitenkommunikation (SatCom) keine teuren Übertragungskapazitäten gekauft werden müssen.

Technologiesprünge der Kurzwelle
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