StartMobilitätNiederländische Spezialkräftefahrzeuge erhalten multispektrale Nebelschutzsysteme

Niederländische Spezialkräftefahrzeuge erhalten multispektrale Nebelschutzsysteme

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Die niederländische Beschaffungsbehörde Defence Materiel Organisation (DMO) hat bei Rheinmetall das Schnellvernebelungssystem ROSY (Rapid Obscuring System) bestellt, das zum Schutz der Besatzungen auf verschiedenen Kleinahrzeugen installiert werden soll.

Wie das niederländische Verteidigungsministerium mitgeteilt hat, sind die ROSY-Systeme zunächst für das eingeführte Geländefahrzeug der Spezialkräfte VECTOR (Versatile Expeditionary Commando Tactial Off Road) von Defenture, für das bestellte mittlere taktische Fahrzeug Manticore von IVECO und das geplante Luftlandefahrzeug (Air Assault vehicle, AASLT) vorgesehen. Das AASLT soll gemeinsam mit Deutschland beschafft werden, da der erteilte Beschaffungsauftrag mit Daimler aufgehoben wurde, S&T berichtete.

Im Beschaffungsauftrag der DMO ist allerdings berücksichtigt, dass im Rahmen des Beschaffungsprojekts Defensiebrede Vervanging Operationele Wielvoertuigenweitere (DVOW) weitere Fahrzeuge ausgestattet werden können.

ROSY besteht aus ein bis vier Werfern mit je fünf Schuss 40-mm-Nebelmunition, die leicht montiert und demontiert werden können. Die Schüsse können per Bediengerät aus dem Fahrzeuginneren abgefeuert werden. Damit könne binnen Sekunden spontan und großflächig eine multispektrale Sichtlinienunterbrechung – auch in Form einer dynamischen Nebelwand – erzeugt werden, beschreibt Rheinmetall das System. So entstehe langanhaltender Schutz für stehende und fahrende Objekte und Personen in deren Nähe. Durch die IR Jamming- und Decoying Effekte können alle TV-, EO-, IR-, IIR-, Laser- und SACLOS-gelenkten Waffen wirksam abgewehrt werden, so Rheinmetall.

Die ersten ROSY-Systeme sind bereits an die Fahrzeughersteller geliefert worden. Ab Anfang 2022 will die DMO die Systeme auf den Fahrzeugen testen. Wann die Serienlieferung beginnen soll und wieviel Systeme beschaff werden sollen, wurde nicht mitgeteilt.

Gerhard Heiming