StartMobilitätErprobung von Wolf 2: Bundeswehr bereitet Einführung vor

Erprobung von Wolf 2: Bundeswehr bereitet Einführung vor

Seit November vergangenen Jahres unterzieht die Bundeswehr den Geländewagen Wolf 2 umfassenden Erprobungen. Im kommenden November sollen dann die ersten Serienfahrzeuge als Nachfolger des Original-Wolfs der Truppe zulaufen. Das schreibt die Bundeswehr auf ihrer Webseite. Im Juli 2024 hatte sie einen Rahmenvertrag über bis zu 5.800 Stück mit dem Hersteller Mercedes Benz abgeschlossen, von denen 1.500 bereits fest bestellt sind (Soldat & Technik berichtete). Für die Tests wurden fünf Vorserienfahrzeuge geliefert.

Der Wolf 2 ist wie der Vorgänger hochgeländegängig und für den Transport von bis zu vier Soldaten mit kompletter persönlicher Ausstattung und Bewaffnung in den Varianten Führungsfahrzeug und Feldjägerfahrzeug ausgelegt. Die funktionale Ausstattung mit modernen Führungsmitteln wurde von Beginn an mitgedacht. Daher sind die Fahrzeuge bei Auslieferung auch bereits zur Aufnahme der Funk- und Führungsausstattung D-LBO vorbereitet. Daher leistet das Vorhaben auch einen wichtigen Beitrag zur zeitgerechten Erfüllung der NATO-Verpflichtungen Deutschlands.

Wolf 2 ist länger, breiter, höher, stärker

Neben den Testfahrten unter verschiedenen Geländebedingungen wird daher an der Wehrtechnischen Dienststelle 81 in Greding auch die elektromagnetische Verträglichkeit von Wagen und Kommunikationsausrüstung untersucht. Die D-LBO-Ausstattung wird allerdings erst nach Auslieferung durch die Bundeswehr selbst eingebaut und durch separate Firmen in Betrieb genommen. Daher wird damit gerechnet, dass die Wochenproduktion von bis zu 30 Fahrzeugen erst ab April 2026 im selben Takt bei den Nutzern in der Truppe ankommt.

Der Wolf 2 beruht wieder auf dem G-Modell von Mercedes Benz, ist aber eine zivil nicht erhältliche spezielle Militärversion. Gegenüber den maximalen Abmessungen des Vorgängers ist er gut 200 Millimeter länger, 100 Millimeter breiter und 220 Millimeter höher. Statt der ursprünglichen Motorisierung mit 68 bis 115 kW (92 bis 156 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 200 Nm über ein Schaltgetriebe kommt eine Maschine nach Euro-3-Norm mit 183 kW (249 PS) bei 600 Nm und Automatikgetriebe zum Einsatz.

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Nach Angaben der Bundeswehr verbessert dies die Fahreigenschaften insbesondere im Gelände deutlich. Der Motor kann sowohl Kraftstoff nach NATO-Standard als auch minderer Qualität nutzen, und die Besatzung kann in kritischen Situationen Schutzfunktionen übersteuern, um vorübergehend die volle Leistung abzurufen. Die Zuladung beträgt bis zu 1,2 Tonnen bei 4,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht.

Redaktion/sab