StartS&T+US-Operation Absolute Resolve in Caracas: 32 Kubaner getötet

US-Operation Absolute Resolve in Caracas: 32 Kubaner getötet

Bei der US-Operation Absolute Resolve zur Entführung des venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores in Caracas sind 32 Angehörige der kubanischen Streit- und Sicherheitskräfte getötet worden. Das teilte die Regierung in Havanna am vergangenen Sonntag, 4. Januar, mit und rief eine zweitägige Staatstrauer aus. Am gleichen Tag hatte bereits der amerikanische Präsident Donald Trump erklärt, dass bei dem Zugriff auf Maduro „eine Menge Kubaner“ getötet worden seien.

Nach kubanischen Angaben waren die Militär- und Polizeiangehörigen auf Bitte der venezolanischen Regierung in Caracas eingesetzt. Sie hätten ihre Pflicht getreu ihrer Verantwortung für Sicherheit und Verteidigung mit Würde und Heldentum erfüllt „und fielen nach heftigem Widerstand im direkten Kampf gegen die Angreifer oder als Ergebnis von Bombardierungen der Einrichtungen“. Offenbar waren sie demnach im unmittelbaren Personenschutz für Maduro tätig.

Schutz des Staatsoberhaupts durch Außenseiter hat Tradition

Dass dieser von ausländischen Kräften übernommen wurde, ist bezeichnend für die Verhältnisse in der venezolanischen Diktatur. Der Schutz des Staatsoberhauptes durch Außenseiter, die als weniger anfällig für Ränkespiele aufgrund unterschiedlicher Machtinteressen in einer nicht demokratisch legitimierten Regierung angesehen werden, hat eine lange Tradition. Zu dieser gehören unter anderem die Schweizergarden in diversen absolutistischen Monarchien Europas, von denen heute nur noch die des Vatikans existiert.