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US-Nationalgarde: Pläne für Eingreiftruppe werden konkret

Die Pläne für eine bundesweite Eingreiftruppe der US-Nationalgarde für Einsätze im Inland (Soldat & Technik berichtete) nehmen Gestalt – und zunehmenden Umfang – an. Nach mehreren Medienberichten fordert ein Memorandum des amerikanischen Verteidigungsministeriums, dass die meisten Bundesstaaten sowie das US-Territorium Puerto Rico jeweils 500 Mann in ständiger Bereitschaft halten sollen, kleinere Gebiete weniger: der Staat Alaska 350, Delaware 250, das Außengebiet Guam 100 und der Bundesbezirk Washington D.C. 50 Mann.

Insgesamt soll sich daraus eine Stärke von 23.500 Mann ergeben, die jederzeit gegen innere Unruhen eingesetzt werden könnten. Die Bundesregierung von Präsident Donald Trump will dafür jedem Gebiet 100 entsprechende Ausstattungssätze zur Verfügung stellen. Ursprünglich sollten insgesamt 600 Mann auf zwei Militärbasen in Alabama und Arizona mit einstündiger Alarmierungszeit in Bereitschaft stehen. Jeweils 300 sollten in einem der beiden Zuständigkeitsbereiche eingesetzt werden können, die geografisch durch den Mississippi getrennt würden.

Erhöhter Umfang dürfte Debatte weiter verschärfen

Da die meisten Bundesstaaten bereits über solche Eingreiftruppen für den Einsatz auf eigenem Gebiet unter dem Befehl des jeweiligen Gouverneurs verfügen, zielen die neuen Pläne offenbar auf bundesweite Einsätze unter Befehl der Regierung in Washington nach Titel 10 der US-Gesetzgebung ab. Der wesentlich erhöhte Umfang im neuen Memorandum dürfte die Debatte weiter verschärfen, die durch Trumps Entsendung der Nationalgarde in mehrere von den oppositionellen Demokraten regierte Städte und Bundesstaaten gegen den Willen der jeweiligen Gouverneure ausgelöst wurde.