Der belgische Waffenhersteller FN hat ein neues holografisches Mikro-Rotpunktvisier unter dem Namen Pureview eingeführt. Das Unternehmen bezeichnet dieses als das einzige seiner Art nach Militärstandards, das für absolute Zuverlässigkeit an der Front ausgelegt sei. Kern sei die ImageGuide-Technologie, bei der ins Glas gedruckte Nanostrukturen die Anwendung von Holografie in einer leichten und kompakten Optik ermöglichten. Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten könne das Gehäusegewicht so um 25 Prozent reduziert werden.
Laut FN ist Pureview nach MIL-STD-810 getestet, kann den mehrfachen Fall aus 1,80 Meter Höhe auf Beton, die Abgabe von mindestens 25.000 Schuss, eine Tauchtiefe von 35 Metern und Temperaturen von -40 bis +52 Grad Celsius überstehen. Bei Tests seien sogar 100.000 Schuss abgegeben worden. Das Visier verfügt über eine automatische Helligkeitsanpassung für das Absehen sowie 14 taktische Einstellungen, einschließlich für die Verwendung mit Nachsichtgeräten.
Pureview kann auch auf Langwaffen eingesetzt werden
Die Abmessungen betragen nach Unternehmensangaben 46 Millimeter Länge, 30 Millimeter Breite und 33 Millimeter Höhe. Das Sichtfenster selbst ist 20 mal 15 Millimeter groß bei einer Größe des Rotpunkt-Absehens von drei Winkelminuten (MOA). Das Absehen ist in Ein-MOA-Schritten um jeweils 200 MOA nach Höhe und Seite verstellbar. Die Masse mit einer CR2032-Batterie beträgt 44 Gramm, die unterbrochene Nutzungsdauer mit einer Batterie bis zu einem Jahr.
Obwohl primär für Pistolen entworfen, könne Pureview auch mit Gewehren, Maschinenpistolen und Schrotflinten oder als Backup-Visier für Scharfschützengewehre eingesetzt werden, so FN. Der Hersteller wird das Visier auf der diesjährigen Rüstungsmesse Eurosatory vom 15. bis 19. Juni in Paris präsentieren.
Redaktion/sab











