Nachdem kürzlich bekannt geworden war, dass die U.S. Army die Karabinerversion ihres neuen Gewehrs M7 im Kaliber 6,8 x 51 mm künftig als XM8 bezeichnet, hat sie nun die erste Lieferung der Waffe von Hersteller SIG Sauer erhalten. Das teilte das Heer vergangene Woche auf seiner Website mit. Eine Stückzahl wurde nicht genannt, lediglich die bereits bekannten Angaben zur um 3,5 Zoll (89 Millimeter) verkürzten Länge und zum um über ein Pfund (454 Gramm) reduzierten Gewicht gegenüber dem bisherigen M7.
Das von SIG Sauer samt Munition im Rahmen des Next Generation Squad Weapons (NGSW)-Programms entwickelte Gewehr mit 13,5-Zoll-Lauf (343 Millimeter) war unter anderem wegen seiner Masse kritisiert worden. Schon ohne den standardmäßigen Schalldämpfer und das computerisierte Feuerleitvisier XM157 wog diese 3,8 gegenüber den rund 2,9 Kilogramm des Karabiners M4 im Kaliber 5,56 x 45 mm, der zuvor Standardwaffe der Army war. SIG Sauer unterzog das M7 daraufhin einer Schlankheitskur.
XM8 wiegt ohne Zubehör nur noch 3,3 Kilogramm
Dazu wurde das Verschlussgehäuse umgestaltet und leichter gemacht, das Laufprofil leicht verschlankt und der Klappmechanismus der Schulterstütze entfernt. Damit ist die Stütze nun wie beim M4 nur noch in der Länge verstellbar. Das XM8 hat zudem eine verringerte Lauflänge von zehn Zoll (254 Millimeter). Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Schalldämpfer verkürzt und mit einem Hitzeschild aus Titan ausgestattet, um die Wärmeabgabe nach längerem Feuer zu verringern.
Dieser Karabiner wiegt noch 3,3 Kilogramm – natürlich wiederum ohne Schalldämpfer mit 0,66 und Feuerleitvisier mit geschätzt rund ein Kilogramm Masse. Der Schalldämpfer dürfte dabei noch wichtiger für die Signaturreduzierung werden, da der kürzere Lauf vermutlich Mündungsfeuer und -knall der hochrasanten 6,8-mm-Munition mit Hybrid-Metallhülse für hohe Kammerdrücke erhöht. M7 und der Karabiner XM8 sollen bei der U.S. Army die Close Combat Force, also die Truppengattungen mit direktem Bodenkampfauftrag ausstatten.
Zum NGSW-Programm gehört auch noch das leichte Maschinengewehr M250 im gleichen Kaliber als Nachfolger der M249 Squad Automatic Weapon (SAW). Auch das LMG erhielt aufgrund von Feedback aus der Truppe einige Modifikationen. Der bislang abnehmbare Handschutz erhielt ein Verbindungsgelenk, die obere Zubehörschiene wurde verlängert, das Zweibein und das Gasventil verbessert.
Stefan Axel Boes











