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Das französische Innenministerium plant offenbar die Beschaffung von Handwaffen im Kaliber .300 Blackout (.300 BLK, 7,62 mm x 35). Das geht aus einer jüngst veröffentlichten Ausschreibung hervor. Demnach sollen zwei Waffentypen mit unterschiedlichen Lauflängen – 5″ und 7″ – beschafft werden.

Die Waffen sollen darüber hinaus modular aufgebaut sein und sich ohne besonderes Werkzeug auf das Kaliber 5,56 mm x 45 umrüsten lassen. In Rede stehen 138 Waffen, von denen 40 an die Police Nationale, 62 an die Gendarmerie Nationale und 36 an die 2019 geschaffene Direction de la sécurité de la présidence de la République (DSPR, Sicherheitsdirektion der Präsidentschaft der Republik) ausgeliefert werden.

Neben den Waffen selbst soll Zubehör mitgeliefert werden, darunter 30-Schuss-Magazine (sechs Stück pro Waffe), Schalldämpfer, Trageriemen und Handschutz mit M-Lok-Schnittstelle.

Ebenso sieht der auf vier Jahre angelegte Rahmenvertrag die Lieferung entsprechender Munition vor. Es sollen rund 300.000 Patronen Überschall- und 660.000 Patronen Unterschallmunition ausgeliefert werden, letztere sind mit Masse für die DPRS vorgesehen.

Die frankzösischen Behörden wären mit der Beschaffung von .300BLK-Systemen nicht die ersten in Europa. So hat die belgische Bundespolizei das FN SCAR-SC in .300 BLK querschnittlich eingeführt. Auch die Polizei Rheinland-Pfalz setzt bei ihren Spezialkräften als auch bei der Bereitschaftspolizei auf .300BLK-Waffen, in diesem Falle auf verschiedene Versionen des SIG MCX. Auch die beiden deutschen Hersteller C.G. Haenel und Heckler & Koch haben Waffen in diesem Kaliber vorgestellt.

Wer sich tiefer mit der .300-Munition oder modernen Handwaffensystemen in diesem Kaliber beschäftigen möchte, dem empfehlen wir folgende zwei Premium-Beiträge:

Jan-Phillipp Weisswange