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Spezialkräfte der Luftwaffe sind vor Kurzem samt H145M LUH SOF Hubschraubern in den Einsatz auf den afrikanischen Kontinent verlegt, dies geht aus einer Passage des heute veröffentlichten Berichtes zur materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr hervor. Die H145M LUH SOF und deren Besatzungen sind in der 4. FlgStff des Hubschraubergeschwader 64 (HSG 64) beheimatet und gehören seit 2016 ebenfalls zu den Spezialkräften der Bundeswehr.

„Unser jüngstes Waffensystem im Einsatz ist der Leichte Mehrzweckhubschrauber zur Unterstützung der Spezialkräfte (H145M LUH SOF). Er überzeugt mit hohen Klarstandraten zwischen 70 und 85 Prozent. Ab Ende März wurden drei dieser Hubschrauber mit A400M nach Afrika verlegt“, so der Inspekteur der Luftwaffe Berichtsanteil „Materielle Einsatzbereitschaft Luftwaffe“.

Schon länger war über einen Einsatz der Airbus H145 Light Utility Helicopters Special Operation Forces (LUH SOF) spekuliert worden. Zuerst war Afghanistan im Fokus, mit Ende der Mission dort wurden die Hubschrauber jetzt für andere Einsatzgebiete frei. Auch Mali als Einsatzraum war eine Option, dort als Rotte – mit zwei Hubschraubern und MG6 als Bewaffnung – oder als Begleitschutz für die NH90 in der Rolle Medical Evacuation (MedEvac).

Wie S&T aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, befinden sich die Maschinen nun aber im Niger bei der Mission Gazelle im Einsatz. Dort können sie je nach Klarstand mit zwei oder drei Maschinen zum Transport von Spezialkräften eingesetzt werden.

Bei Gazelle bilden schon länger deutsche Spezialkräfte, die Federführung des Einsatzes liegt  beim Kommando Spezialkräfte der Marine (KSM), nigrische Spezialkräfte aus. Die Hubschrauber sind im nigrischen Tahoua stationiert. Mit der Verlegung reagierte die Bundesregierung offenbar auf die anhaltenden Spannungen und Gewalt in der Sahelzone.

Wer sich weiter zu der Mission Gazelle informieren möchte, kann dies in den folgenden Beiträgen tun:

André Forkert