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Boeing hat mit der U.S. Army einen Vertrag über die Produktion von Transporthubschraubern CH-47F im neusten Rüststand Block II abgeschlossen, wie das Unternehmen mitgeteilt hat. Demnach sollen ab 2023 vier CH-47F Block II Chinook im Wert von umgerechnet 115 Millionen Euro ausgeliefert werden. Für das zweite Los wurde eine erweiterter Beschaffungsauftrag im Wert von 25 Millionen Euro erteilt.

Mit Block II wird die Leistungsfähigkeit des Hubschraubers gesteigert. Die technischen Verbesserungen zeigen sich u.a. in modernisierten Rotorblättern, neugestalteten Tanks, einer überarbeiteten Zelle und einen verstärkten Antriebsstrang. Die Maßnahmen zielen auf Steigerung der Nutzlast und Verbesserung der Gemeinsamkeiten zwischen den Flotten der USA und Verbündeten, um so Wartungskosten zu senken, schriebt Boeing.

„Dies ist ein großer Schritt in der Chinook-Modernisierung, der die künftige Multi-Domain-Vision der Army unterstützt“, sagte Andy Builta, Vizepräsident von Cargo & Utility Helicopters und H-47-Programmmanager. „Die Block II-Technologie wird die Einheitlichkeit der gesamten Flotte fördern und es unseren Soldaten über Jahrzehnte ermöglichen, sicher nach Hause zurückzukehren.“

Boeing ist mit der CH-47F einer der Teilnehmer am Wettbewerb um den Schweren Transporthubschrauber der Bundeswehr. Nach Abbruch des Verfahrens ist allerdings derzeit unklar, wie eine Beschaffung realisiert werden kann zumal die Finanzierung angesichts der politischen Konstellation keineswegs gesichert erscheint.

Block II

Bei Block II handelt sich um eine Produktverbesserung der Boeing CH-47. Diese soll unter anderem neue Rotorblätter, verbesserte Getriebe, nichtsegmentierte Tanks und eine Erhöhung der Nutzlast (ca. 1,8 t) und Reichweite beinhalten.

Gerhard Heiming