Kanada hat in den letzten Tagen eine Reihe von Verteidigungsabkommen mit internationalen Partnern unterzeichnet, um die Zusammenarbeit mit seinen wichtigsten Verbündeten zu verstärken, so das kanadische Verteidigungsministerium. Neben Deutschland wurden entsprechende Abkommen mit Indonesien, Polen und der Ukraine unterzeichnet.
Zum Auftakt einer Blitzreise durch Europa reiste der kanadische Premierminister Mark Carney zunächst nach Kiew, in die ukrainische Hauptstadt. Dort nahm er an den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag der Ukraine teil. Während des Besuchs sagte Carney der Ukraine zusätzliche zwei Milliarden kanadische Dollar (1,24 Milliarden Euro) zu. Darunter 680 Millionen Dollar im Rahmen der NATO Prioritised Ukraine Requirements List (PURL), über die NATO-Verbündete den Kauf von US-Waffen für die Ukraine finanzieren können.
Kanada zahlt auch Waffen für die Ukraine
Kanada folgt damit Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen und Schweden, die ebenfalls zur PURL beitragen. So bezahlt Norwegen über PURL zum Beispiel den Kauf weiterer Patriot-Systeme. Nach der Ukraine besuchte der kanadische Premierminister Warschau (Polen), Berlin und Riga (Lettland).
Bei Treffen mit seinen deutschen und polnischen Amtskollegen vereinbarte er eine engere Zusammenarbeit sowohl im Verteidigungsbereich als auch bei kritischen Mineralien, wobei Kanada davon profitieren will, dass Europa seine Versorgung diversifizieren muss. In Lettland erklärte er sich bereit, kanadische Truppen im Rahmen der Operation Reassurance bis 2029 in Lettland zu stationieren.
Unterdessen unterzeichnete Kanada auch ein militärisches Kooperationsabkommen mit Indonesien, wodurch die militärische Partnerschaft insbesondere durch multilaterale Übungen erweitert werden soll. Bereits im Juni diesen Jahres hatte Kanada und die Europäische Union eine Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft unterzeichnet.
Redaktion/af






