Seit 1. Oktober 2023 war Brigadegeneral Peter Richert Kommandeur des Kommando Aufklärung und Wirkung. Am morgigen Tage, dem 13. Januar 2026, übergibt es dieses Kommando auf dem Marktplatz in Daun an seinen Nachfolger, Brigadegeneral Joachim Werres. Werres hatte seinerzeit auch seine Nachfolge als J2 im Kommando Cyber- und Informationsraum in Bonn angetreten und folgt ihm nun als neuer Kommandeur. Zuvor war er Unterabteilungsleiter Strategie und Einsatz I im Bundesministerium der Verteidigung.
Das Kommando Aufklärung und Wirkung stellt Kräfte und Fähigkeiten in den Domänen Aufklärung und Wirkung für die Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum (CIR) sowie für Heer, Luftwaffe und Marine bereit. Der Bereich Aufklärung liefert dabei die Ergebnisse der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung, der Abbildenden Aufklärung, der Aufklärung im Cyberraum sowie der Aufklärung offen zugänglicher Quellen. Die Informationen aus den verschiedenen Bereichen werden im Kommando CIR zusammengefasst und zu einer Gesamtlage fusioniert.

Bisheriger Kommandeur tritt in Ruhestand
Im Bereich der Wirkung stellen die Kräfte des Elektronisches Kampfes und die Kräfte des Zentrums für Cyberoperationen einzigartige Fähigkeiten im Portfolio der Bundeswehr dar und ermöglichen den militärischen Führerinnen und Führern sowie der politischen Leitung vielfältige Handlungsoptionen. Hierzu zählen im Bedarfsfalle auch aktive bzw. offensive Cyberfähigkeiten.
Zum Kommando gehören die vier Bataillone Elektronische Kampfführung, die Fernmeldeaufklärungszentralen Nord und Süd sowie weitere Dienststellen wie das Zentrum für Cyberoperationen, die Zentrale für Abbildende Aufklärung und die Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung. Es wurde im Zuge der Reform des seinerzeit noch Organisationsbereiches CIR am 1. April 2023 aufgestellt. Das Kommando Strategische Aufklärung in Grafschaft, welchem zuvor diese Verbände und Dienststellen unterstellt waren, wurde in der Folge aufgelöst
Richert tritt nach fast 45 Dienstjahren in den Ruhestand. Der Offizier der Fernmeldetruppe Elektronische Kampfführung (EloKa) absolvierte das Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Universität der Bundeswehr in München und von 1994 bis 1996 die Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Als Offizier des Militärischen Nachrichtenwesens hatte er verschiedene Verwendungen im Führungsgrundgebiet 2 in Truppe, Ämtern und im BMVg und war unter anderem stellvertretender Kommandeur im Kommando Strategische Aufklärung und Kommandeur der EloKa-Truppen. Er nahm an Auslandseinsätzen im Rahmen SFOR in Bosnien-Herzegowina als auch bei ISAF in Afghanistan teil.
Wolfgang Gelpke






