StartStreitkräfteBundeswehr und zivile Partner trainieren die Rettungskette

Bundeswehr und zivile Partner trainieren die Rettungskette

Eingebunden in das Übungscluster Quadriga 2026 führt die Bundeswehr im März die Übung Medic Quadriga als die größte und komplexeste Übung des Sanitätsdienstes seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine durch. Ziel der Übung ist es, die Einsatzbereitschaft und Reaktionsfähigkeit der Bundeswehr im Rahmen der Bündnisverteidigung weiter zu stärken und gleichzeitig die enge Zusammenarbeit mit zivilen Akteuren im Gesundheitswesen zu erproben und zu vertiefen.

Mit Quadriga 2026 bündelt die Bundeswehr mehrere nationale Übungsvorhaben, um ihre Leistungsfähigkeit in allen Dimensionen glaubhaft darzustellen. Ein zentraler Bestandteil ist dabei die Funktionsfähigkeit der medizinischen Rettungskette – von der Erstversorgung Verwundeter im Einsatzgebiet bis zur weiterführenden Behandlung in Deutschland. Bei Medic Quadriga wird erstmals die gesamte Kette realitätsnah trainiert: vom Ort der Verwundung in einem Einsatzgebiet in Litauen über die medizinische Evakuierung bis hin zur Versorgung in deutschen Kliniken durch zivile Partner.

Bundeswehr richtet Übungs-Hub am BER ein

Hierbei wird gemeinsam mit der Luftwaffe die strategische Verlegung Verwundeter von Litauen nach Deutschland geübt – mit medizinischer Versorgung direkt an Bord eines MedEvac-Flugzeuges (Medical Evacuation). Dabei ist das Ziel stets die Rehabilitation der Soldatinnen und Soldaten – zurück in den Dienst. Rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten nehmen an der Übung teil, davon etwa 200 als speziell vorbereitete Verletztendarsteller mit realistisch simulierten Verletzungsmustern.

Am ExpoCenterAirport am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) wird hierfür ein temporärer Aufnahmepunkt (Hub) für Patienten eingerichtet. Dieser dient im Übungsszenario als Sichtungs- und Verteilpunkt für den Weitertransport für die Patientinnen und Patienten. Die Koordination erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Ländern Berlin und Brandenburg sowie zivilen Hilfs- und Rettungsorganisationen.

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Die Übung unterstreicht, dass eine funktionierende Rettungskette im Bündnisfall nur im engen Zusammenwirken von Bundeswehr und zivilen Akteuren der Gesundheitsversorgung möglich ist. Diese Kooperation ist ein wesentlicher Bestandteil gesamtstaatlicher Resilienz und demonstriert die Durchhaltefähigkeit in Krisen- und Verteidigungsszenarien.

Redaktion/sab