Print Friendly, PDF & Email

Das Österreichische Bundesheer führt derzeit eine neue Kopfbedeckung zum Kampfanzug 03 sowie zum neuen Tarnanzug ein. Hintergrund der Adjustierungsmaßnahme: Der neue Kampfanzughut dient vor allem dem besseren Sonnenschutz der Soldaten, verfügt er doch über eine breite rundumlaufende Krempe. Das zeigt sich im Hochsommer zweckmäßiger als die Feldkappe, bei der der Nacken ungeschützt bleibt.

Von dem Kampfanzughut sind, so teilt das Bundesheer S&T auf Anfrage mit, derzeit rund 17.000 Stück in der Truppe verfügbar. Die Kopfbedeckung wird an all jene Soldaten ausgegeben, welche über das Infanteriemodul verfügen. Damit ist der Hut auch in sämtlichen Einsatzräumen, in denen Soldaten des Österreichischen Bundesheeres vertreten sind, zu finden.

Der Hut erinnert vom Schnitt her an die klassischen, im Truppenjargon “Boonie” genannten Krempenhüte der US-Streitkräfte, die aber auch in zahlreichen anderen Armeen zum Einsatz kommen. Er besteht aus einem Materialmix aus 50% Polyester und 50% Baumwolle und verfügt über ein Tarnschlaufenband.

Die Farbgebung entspricht dem beim Bundesheer getragenen Grundfarbe RAL7013 Braungrau (auch Heeresgrau genannt). Es sind aber auch schon Varianten im Muster des neuen Tarnanzugs verfügbar, der derzeit erst im Jägerbataillon 18 und Panzergrenadierbataillon 13 vertreten ist. In Zukunft wird es zum neuen Tarnanzug den Hut für jeden Soldaten geben.

Soldaten des Aufklärungs- und Artilleriebataillons 3 aus Mistelbach mit dem neuen Kampfanzughut zum Kampfanzug 03. (Foto: Bundesheer)

Hinsichtlich der Beschaffung des Hutes liegt der überwiegende Teil der Wertschöpfungskette in Österreich. Produktions- und Entwicklungsschritte wurden durch das Bundesheer selbst bzw. einen österreichischen Lieferanten abgewickelt. Andere EU-Staaten sind ebenfalls beteiligt.

Jan-Phillipp Weisswange