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Die australischen Streitkräfte sind auf der Suche nach einem kompaktem Scharfschützengewehr, dies geht aus einer Ausschreibung des australischen Verteidigungsministeriums für eine Compact Anti-Personnel Sniper Capability (kompakte anti-personen Scharfschützenfähigkeit – CAPSC) hervor, die das Ministerium am 4. Juni veröffentlicht hat.

CAPSC soll die Bekämpfung von Zielen auf kurze Distanzen ermöglichen, so die australische Capability Acquisition and Sustainment Group Land Systems Division. Gesucht wird ein kompaktes Scharfschützengewehr im NATO-Kaliber 7,62 mm x 51 beziehungsweise .308 Winchester. Mit CAPSC sollen Ziele in bis zu 1.000 Metern Entfernung mit einer geringen Schusssignatur bekämpft werden können.

Neben dem Waffensystem beinhaltet die Ausschreibung auch die entsprechende Dokumentation, Ersatzteile und Unterstützung bei der Einführung. Die Laufzeit sieht eine Bereitstellung der Waffe für fünf Jahre, mit einer Option für weitere fünf Jahre, vor.

Ferner wird gefordert, dass die CAPSC-Angebote auf ein Military Off The Shelf (MOTS)/Commercial Off The Shelf (COTS) System mit einem hohen technologischen Reifegrad basieren müssen.

Interessant ist, dass mit CAPSC das Scharfschützenwesen digitalisiert werden soll. Denn CAPSC soll in das Android Tactical Assault Kit (ATAK) beziehungsweise Windows Tactical Assault Kit (Win TAK) integriert werden. Dies soll das Scharfschützensystem in die Battle Management Systeme einbinden und die Übertragung von Gefechtsfeldinformationen zum/vom Bediener erleichtern.

Im September 2021 sollen die ersten Testwaffen bestellt werden. Die Beschuss- und Feldtests sollen dann bis September 2022 abgeschlossen sein. Ein möglicher Auftrag soll voraussichtlich im November 2022 verhandelt werden.

André Forkert