Die Personalzahlen der Bundeswehr für den Monat Juni bestätigen laut einer Pressemitteilung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) vom heutigen Mittwoch die anhaltende steigende Attraktivität der Streitkräfte. Der personelle Aufwuchs setze sich fort, was besonders aus den zweistelligen Zuwachsquoten bei Bewerbungen und Einstellungen erneut ersichtlich werde.
Im Einzelnen stelle sich die aktuelle Personalentwicklung zum Stichtag Ende Juni 2026 wie folgt dar: Mit rund 40.500 Bewerbungen für eine militärische Laufbahn sei ein Plus von 24 Prozent im Vergleich zum Juni 2025 zu verzeichnen. Mit rund 10.900 Neueinstellungen gebe es ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Derzeit dienten rund 12.100 Freiwillig Wehrdienstleistende und kurzdienende Zeitsoldatinnen und -soldaten in der Bundeswehr. Dies seien im Vergleich zum Vorjahr rund acht Prozent mehr.
Bundeswehr in einem Jahr um 3.600 Personen gewachsen
Mit aktuell rund 185.200 Soldatinnen und Soldaten bei der militärischen Gesamtstärke verzeichne die Bundeswehr im Vergleich zum Juni 2025 einen Zuwachs von mehr als 3.600 Personen. Erwartungsgemäß sei die Gesamtstärke allerdings im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 um rund 500 Soldatinnen und Soldaten gesunken. Die anhaltende erfreuliche Entwicklung bei den Bewerbungen und Einstellungen zeige dennoch, dass die Truppe attraktiv bleibt und als Arbeitgeberin weiterhin auf großes Interesse stößt.
Ende Juni hatte das BMVg bereits eine positive erste Bilanz zum Versand der Anschreiben für den Neuen Wehrdienst gezogen: Die mit dem Aussetzen der verpflichtenden Heranziehung zum Wehrdienst 2011 de facto gestoppte Wehrerfassung sei mit dem Inkrafttreten des Wehrdienstmodernisierungsgesetzes in zeitgemäßer Form wieder eingeführt worden und funktioniere reibungslos.
Musterungen für Neuen Wehrdienst laufen bereits
Trotz einer derzeit noch bis Juli 2027 im Aufbau befindlichen Musterungsorganisation hätten bisher auf Grundlage der Fragebogenrückläufer bereits rund 1.500 Musterungen beziehungsweise Assessments durchgeführt werden können. Von den männlichen Teilnehmenden seien rund 80 Prozent wehrdienstfähig gemustert worden. Weitere rund 600 Assessment- und Musterungstermine seien aktuell anberaumt.
Nach Abgleich der persönlichen Vorstellungen und der Bedarfe der Bundeswehr konnten demnach aufgrund der Fragebogen-Rückläufer mehr als 530 Interessierte fest für einen Wehrdienst noch im laufenden Jahr eingeplant werden. Etwa zwei Drittel der Interessierten seien unter anderem aufgrund noch andauernder Schul- und Ausbildungsverhältnisse erst in ein oder zwei Jahren verfügbar. Entsprechende, in die Zukunft gerichtete Einstellungsangebote würden derzeit vorbereitet.
Redaktion/sab










