StartMobilitätLetzter Jackal 3 für British Army rollt bei Babcock vom Band

Letzter Jackal 3 für British Army rollt bei Babcock vom Band

Babcock International und Supacat haben die letzten taktischen Fahrzeuge vom Typ Jackal 3 aus einem Auftrag für die British Army fertiggestellt. Dieser umfasste 123 4×4-Modelle und drei Fahrzeuge der verlängerten Extenda-Version mit sechs Rädern. Zu letzterer Variante gehörte auch das finale Fahrzeug, das bei Babcock in Devonport vom Band rollte, wie das Unternehmen am gestrigen Montag mitteilte. Es durchläuft nun Tests, bevor es offiziell an das Heer geht.

Der von Supacat entwickelte Jackal High Mobility Transporters (HMT) ist eine vielseitige hochmobile Waffenplattform, die für Aufklärung, Patrouillen und logistische Aufgaben eingesetzt werden kann. Er wurde ursprünglich als Antwort auf einen einsatzbedingten Sofortbedarf der British Army für Afghanistan entwickelt. Später wurde das Fahrzeug integraler Bestandteil von Bodenoperationen und -taktiken des Heeres. Jackal-Varianten werden zur Fernaufklärung, schnelle Angriffsoperationen, zur Feuerunterstützung und für den Konvoischutz verwendet.

Auch tschechische Spezialkräfte erhalten Jackal 3 Extenda

Babcock bezeichnet den Jackal als das vielseitigste und leistungsfähigste Fahrzeug seiner Klasse. Laut Supacat hat es seine Modularität und die einfache Integration spezifischer missionskritischer Systeme unter Beweis gestellt. Beide Unternehmen hatten 2024 zunächst mit der Produktion von 70 Jackal 3 für die British Army begonnen. Eine Erweiterung des Auftrags vom September desselben Jahres schloss die verlängerte sechsrädrige Variante ein. Die zusätzliche Achse soll eine größere Nutzlast bei gleicher Geländegängigkeit und einer Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h erlauben.

Bei der tschechischen 601. Spezialkräftegruppe ersetzen 18 Jackal 3 Extenda die alten Landrover. Die Bestellung vom September 2025 war der erste Exportauftrag für das Fahrzeug. Zuvor war die Serie nur bei den britischen Streitkräften im Einsatz, mit Ausnahme von vier für den Einsatz in Mali an Estland ausgeliehenen Fahrzeugen. Die 601. Spezialkräftegruppe erhielt ihre heutige Bezeichnung 2003, geht aber auf die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgestellten Fallschirmjäger der Tschechoslowakei zurück.

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Das ursprüngliche 71. Luftlandebataillon setzte zunächst die Tradition von Aufklärungs- und Sabotagemissionen des Exil-Nachrichtendienstes während des Krieges fort. Ab 1952 folgte die Truppe als Fallschirmjägerregiment beziehungsweise -brigade der sowjetischen Luftlandedoktrin. 1995 wurde sie in 6. Spezialkräftebrigade und 2001 in 6. Spezialkräftegruppe umbenannt. Beginnend mit Operation Desert Storm in Saudi-Arabien nahmen ihre Angehörigen an zahlreichen Auslandseinsätzen teil.

Stefan Axel Boes