StartSponsored ContentInteroperabilität und Marktverfügbarkeit: Zentral für die künftige Ausbildung

Interoperabilität und Marktverfügbarkeit: Zentral für die künftige Ausbildung

Marketing-Report: Saab

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Neben dem wichtigen Leitsatz „vom Einsatz her denken“ stellt die aktuelle Konzeption der Bundeswehr deutliche Anforderungen an die Zusammenarbeit mit Verbündeten und Partnern. Besonderen Fokus erhält dabei die „Interoperabilität der eingesetzten Kräfte und Mittel, die insbesondere von der Harmonisierung von Vorgaben, Verfahren, Ausbildung … sowie der Anwendung gemeinsamer Normen und Standards abhängt.“ (Konzeption der Bundeswehr, S. 7).

Der Tagesbefehl der Bundesministerin der Verteidigung und des Generalinspekteurs der Bundeswehr vom 14.03.2022 zum Sondervermögen der Bundeswehr vertieft dies nochmals: „…besonders die Interoperabilität mit unseren Partnern muss verbessert werden“ sowie „wir priorisieren bewährte, ausgereifte und marktverfügbare Lösungen“. Es wird also ein direktes Umdenken gefordert, von nationalen, in Einzelprojekten entstandenen, Insellösungen, hin zu multinational kompatiblen und marktverfügbaren „off-the-shelf“ Lösungen.

Die Situation in der Bundeswehr

Die jüngsten Ereignisse des Ukraine-Konfliktes haben die steigende Bedeutung von multinationaler Interoperabilität und schneller Verfügbarkeit nochmals verstärkt. Auch die Bundeswehr als zentraler Bündnispartner in Europa ist gezwungen, die Eigenschaften ihrer Ausbildungssysteme im Hinblick auf deren Technikreife, Verfügbarkeit und Interoperabilität neu zu bewerten. Die momentan eingesetzten Ausbildungslösungen des Heeres wurden, wie in anderen Nationen auch, über die letzten Jahrzehnte vor dem Hintergrund eines anderen Anforderungsprofils beschafft, welches weder multinationale Übungen (und damit Interoperabilität) noch Marktverfügbarkeit als primäre Anforderungen beinhaltete.

Das betrifft sowohl die Ausbildungssysteme in den unterschiedlichen Einheiten des Heeres als auch das Gefechtsübungszentrum Heer („GÜZ“), deren Systemtechnik sich in den letzten 25 Jahren als einzigartiges System entwickelt hat und für die neuen gestiegenen Anforderungen stetig erweitert wird.

Als Übungsgelände ist das GÜZ eine zentrale Ausbildungsstätte, auch für multinationale Übungen. Hier werden etwa die Soldaten der Bundeswehr für unterschiedliche Missionen zertifiziert. Insbesondere die kürzlich fertiggestellte Erweiterung durch die Übungsstadt „Schnöggersburg“ bietet einzigartige infrastrukturelle und topographische Möglichkeiten und ist ein wichtiger Baustein für den Modernisierungspfad, den die Bundeswehr in Sachen Ausbildung beschreitet. Einsätze unter Einbeziehung urbaner Räume können hier realistisch geübt werden, eine unabdingbare Fähigkeit, die sich im Ukraine-Konflikt gerade als unersetzlich zeigt. Mehrere Nationen, ihrerseits mit eigenen Saab-Lösungen, haben entweder schon im GÜZ geübt oder zeigen vermehrt Interesse an den Möglichkeiten, die das GÜZ bietet.

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Die ausgereifte Saab EXCON, hier als mobile Variante (Foto: Saab)

Auf die veränderten Anforderungen an Interoperabilität des GÜZ hat die Bundeswehr bereits in Form einer Datenschnittstelle reagiert, die einen rudimentären Datenaustausch mit (Saab)-Lösungen anderer Nationen erlauben soll. Andere Eigenschaften wie Mobilität und Skalierbarkeit haben zwar momentan noch keine vergleichbare Priorität im GÜZ, sind aber als zukünftige Anforderungen an die Systemtechnik im GÜZ ebenfalls zu erwarten.

Die Situation in anderen Nationen

Die Nationen, die Saab-Lösungen einsetzen, verfügen über native Interoperabilität ihrer Systeme, d.h. sie können ihre Ausstattungen „plug-and-play“ miteinander verbinden und dann gemeinsam üben. In der Praxis hat sich das vielfach bewiesen, wie beispielsweise in den multinationalen Übungen „Northern Wind“ mit ca 10.000 Teilnehmern aus Schweden, Norwegen, Finnland, USA und Großbritannien oder im Übungsszenario „Cold Response“ mit ca. 35.000 Teilnehmern aus 27 Nationen.

Die Nationen, die zudem die Saab Software „Expert“ als Herzstück ihrer Lösung einsetzen, verfügen über vollständige „Interoperabilitätstiefe“ untereinander, d.h. Zusammenwirken in detailliertester Auflösung und Qualität. Für diese Nationen ist die „Interoperability User Community“ (IUC) das Forum für gemeinsame Diskussion von Anforderungen an Ausbildungssysteme. Die IUC repräsentiert damit eine gesammelte Ausbildungskompetenz mehrerer Nationen und hat direkten Einfluss auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und Aktualität der Saab-Lösungen.

Produkt statt Projekt

Im Verteidigungsbereich entwickeln viele Hersteller ihre Lösungen speziell für kundenfinanzierte Projekte. Das Ergebnis: Vergleichbar geringe Technikreife und schlechte Verfügbarkeit. Dazu hat der Kunde oft den Nachteil, selbst für Instandhaltung, Weiterentwicklung bzw. Interoperabilität verantwortlich zu sein. Außerhalb des Verteidigungsbereichs ist dieses Geschäftsmodell in vielen Bereichen seit längerer Zeit abgelöst, zunächst durch marktbasierte („Compontens-off-the-shelf“, COTS) und in einigen Bereichen sogar durch Leasing oder „Power-by-the-hour“, d.h. „Bezahlung bei Nutzung“.


„Der größte Unterschied unserer Lösungen ist unser produktbasierter Ansatz, der sich in Technikreife, Marktverfügbarkeit und geringen Lebenszykluskosten zeigt. Die Vielzahl unserer aktiven Nutzer tragen außerdem zur ständigen Aktualität bei.“

Åsa Thegström, Saab AB
Leiterin Geschäftseinheit „Training & Simulation“

Im Gegensatz zu dem im Verteidigungsbereich noch immer üblichen projektbasierten Geschäftsmodell, hat Saab über Jahrzehnte sein umfassendes Produkt- und Dienstleistungsportfolio vollständig eigenfinanziert, basierend auf der Summe der Anforderungen der Vielzahl von Kunden und Anwendern. Die Produkte haben einen sehr hohen Reifegrad, sind günstig über ihren Lebenszyklus hinweg, arbeiten zuverlässig und sind marktverfügbar. Die breite Anwenderbasis kommt dabei allen Anwendern zugute, ohne dass sie die Verantwortung für Integration oder Weiterentwicklung alleine übernehmen müssen.

Stattdessen erwerben die Kunden Lizenzen, wie für handelsübliche Software üblich, und erhalten beispielsweise für die „Expert“ Software halbjährliche Updates mit Funktionserweiterungen. Aufwändige „Regenerationen“ von beschaffter Software alle paar Jahre entfallen damit.

Realitätstreue

Der Erfolg von Ausbildungssystemen ist in erster Linie davon abhängig, wie exakt sie Ausformung, Passgenauigkeit und Funktion (engl. „form-fit-function“) der tatsächlich eingesetzten Systeme wiedergeben. Die Ausbildungssysteme müssen dabei auch den tatsächlichen im Einsatz verwendeten Systemen in Zuverlässigkeit und Robustheit entsprechen und unter jeglichen Einsatzbedingungen genauso funktionieren.

Je realistischer Soldaten dabei in das Geschehen „eintauchen“ können (engl. „immersive training“), desto effektiver und nachhaltiger ist ihre Ausbildung. Das umfasst dabei jeden Aspekt der Ausbildung, vom Ausbildungsszenario und den örtlichen Gegebenheiten bis zu den als Ausbildungsmittel verwendeten Systemen. Diese müssen korrekte und authentische Erfahrungen widerspiegeln können, um die instinktive und richtige Reaktion für jede Situation zu trainieren.

Åsa Thegström, Leiterin der Geschäftseinheit Training & Simulation bei Saab beschreibt die besonderen Anforderungen an die Systeme wie folgt: „Die bei der Ausbildung verwendeten Mittel müssen die Eigenschaften und die Handhabung der Systeme korrekt simulieren, damit unsere Soldaten die notwendigen Erkenntnisse und Sicherheit für den tatsächlichen Einsatz aus der Ausbildung ziehen können.“

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Bewährte Simulationstechnik von Saab schafft Realismus in multinationalen Übungen (Foto: Saab).

Der Saab-interne Leitsatz „train as you fight“ spiegelt sich in der hohen Realitätstreue der Saab-Lösungen wider. Das Erlernen falschen Verhaltens, sogenanntes „negatives Training“, wird somit vermieden. Beispiele dafür sind die Saab-Systeme, die teilweise auch in Deutschland im Rahmen des „AGDUS“-Programmes („Ausbildungsgerät Duellsimulator“) vertreten sind. Dazu gehört das 2-Wege-System, das die Ballistik und Flugzeit eines Projektils in Echtzeit und mit hoher Präzision simuliert und dem Schützen als auch dem Zielsystem ein sofortiges und realistisches Feedback gibt. Diese Saab-Technik kommt heute auf wichtigen Fahrzeugen wie Leopard, Marder, Boxer, Fennek und Wiesel zum Einsatz.

Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Praxis

Neben dem GÜZ betreibt Saab über 20 weitere Übungszentren weltweit, sogenannte „Combat Training Center“ (CTC), u.a. für die USA, Großbritannien, Norwegen, Schweden, den Niederlanden, Tschechien oder jüngst auch Polen. Im Jahr 2023 kommen ca. 10 weitere hinzu.

Der Einsatz in Praxis zeigt dabei, dass eigenfinanzierte, produkt-orientierte Lösungen gegenüber reinen kundenfinanzierten, projekt-basierten proprietären Lösungen in Hinsicht auf Verfügbarkeit, Skalierbarkeit, Mobilität, Qualität, Robustheit und Lebenszykluskosten weit überlegen sind und den Anwendern außerdem großen Mehrwert auf der Basis der Erfahrungen anderer Nationen bieten. Das Ergebnis sind vor allem hohe Verfügbarkeit und Zeit, sich auf die militärischen Kernaufgaben konzentrieren zu können. Außerdem kommen dazu wesentlich geringere Lebenszykluskosten, teilweise um einige Zehnfache, sowie der Vorteil, die Systemverantwortung nicht alleine tragen zu müssen.

Die Erkenntnisse aus der weltweiten jahrzehntelangen Zusammenarbeit und ständigem Dialog mit unterschiedlichen Streitkräften fließen bei Saab in die Weiterentwicklung der Ausbildungslösungen und Unterstützungsleistungen beim Aufbau und Betrieb von Übungszentren ein.


„Der ständige Austausch mit unseren Nutzern ist Bestätigung für die Sinnhaftigkeit unserer Systeme und Dienstleistungen und gleichzeitig unsere wertvollste Quelle für Weiterentwicklungen.“

Åsa Thegström, Saab AB
Leiterin Geschäftseinheit „Training & Simulation“

Die wesentlichen Grundanforderungen an Trainings- und Simulationssysteme aus diesem Dialog lassen sich auf folgende einfache Aussagen reduzieren: – „es muss korrekt und fast unmerklich sein“, – „es muss funktionieren, auch mit anderen“, und – „es muss erschwinglich, verfügbar, zuverlässig und zukunftssicher sein“. Genau diese Anforderungen erfüllen die Ausbildungslösungen von Saab, so dass sich die Ausbildungsstätten auf ihren eigentlichen Auftrag konzentrieren können: Unsere Soldatinnen und Soldaten bestmöglich auf ihre Einsätze vorzubereiten.

Kontakt:

Dr. Asmus Pandikow
Vice President and Head of PU Land
Systems Saab Deutschland GmbH
sowie Geschäftsführer der Saab Training & Simulation GmbH
Tel.: +46 70 508 57 80
E-Mail: asmus.pandikow@saab-ts.de

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