Unterfinanzierte Streitkräfte, leere Depots und trotzdem substanzielle Ukrainehilfe – Dänemark zeigt, wie es gelingen kann, seine Streitkräfte schnell und effektiv zu modernisieren sowie relevante militärische Unterstützung gleichzeitig zu leisten.
Nach dem Einmarsch Russlands standen viele europäische Nationen vor der gleichen Herausforderung: Man wollte der Ukraine so schnell und umfassend wie möglich helfen, gleichzeitig sollte die eigene Verteidigungsfähigkeit gesteigert oder zumindest nicht weiter gefährdet werden, weil niemand voraussehen kann, ob die Ukraine mittel- und langfristig am Anfang oder am Ende des russischen Machthungers in Europa stehen würde. Der Wille zu helfen und zu modernisieren, ist schnell und einfach formuliert. Die Fähigkeit, diesen Willen auch in Taten umzusetzen, ist dagegen deutlich schwieriger. Coronahilfen und steigende Zinsen, die dazu führen, dass wachsende Steuereinnahmen von der gestiegenen Bedienung von Schulden aufgezehrt werden, fordern ihren Tribut in den Staatshaushalten und beschränken den politischen Handlungsspielraum in puncto Finanzmittel. Bis fast zur Bedeutungslosigkeit verkleinerte Streitkräfte, leere Depots und der Auftragslage entsprechend angepasst geschrumpfte Kapazitäten der wehrtechnischen Industrie beschränken zudem den politischen Handlungsspielraum in puncto „wehrtechnischer Sachleistungen“.
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