StartMobilitätTaktische E-Mobilität – Fernspäher testen E-Bike

Taktische E-Mobilität – Fernspäher testen E-Bike

Waldemar Geiger

Die Fernspäher der Bundeswehr testen offenbar ein E-Bike vom Typ Emu des in Bayern ansässigen Spezialisten für geschützte Militärfahrzeuge ACS Armoured Car Systems (ACS), wie aus von der Bundeswehr veröffentlichten Bildern hervorgeht. Die Bilder zeigen eine Waffen- und Geräteschau der Fernspähtruppe im Rahmen der Aufstellung der Fernspähkompanie 1 in Schwarzenborn.

Soldat & Technik vorliegenden Informationen zufolge hat es derzeit noch keine offizielle Beschaffung der Bundeswehr im Bereich der taktischen E-Mobilität gegeben, so dass davon ausgegangen werden kann, dass es sich bei dem Fahrzeug um ein Testexemplar handelt. Ob bzw. wann eine offizielle Beschaffung von E-Bikes für Truppenteile der Bundeswehr vorgesehen ist, ist derzeit nicht bekannt.

Das Emu ist ein Trial-E-Bike des französischen Herstellers Electric Motion, dessen exklusive Vertriebsrechte einer ACS-Mitteilung zufolge vom Juli 2021 bei ACS liegen. Der E-Antrieb des Emu erlaubt Herstellerangaben nach leise Fahrten (Silent Move) und extreme Antritte. Für den Betrieb des Fahrzeuges ist ein 125er-Motorradführerschein notwendig, den Inhaber des Führerscheins der Klasse-B seit Januar 2020 mittels Antrags und ohne Prüfung erhalten können.

Der E-Antrieb – bürstenloser Gleichstrommotor – des Emu verfügt über eine Spitzenleistung von 11 kW bei 600 Nm Drehmoment und maximal 6.500 U/Min. Bei rund 80 kg Fahrzeuggewicht können 125 kg Nutzlast mit einer Akkuladung bis zu 40 km weit transportiert werden. Ein mitgeführter Wechsel-Akku kann die Reichweite verdoppeln. Der Tausch erfolgt ACS zufolge innerhalb von wenigen Sekunden. Der von ACS integrierte Black-out Schalter erlaubt zudem, die Lichtemissionen des Emu komplett zu verhindern, so dass das Fahrzeug im Rahmen von taktischen Operationen bei Nacht optisch schwerer aufklärbar ist.

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Waldemar Geiger