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Kommunikation im Feuerkampf

Waldemar Geiger

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Ein kleiner Trupp gut geführter und dadurch koordiniert kämpfender Soldaten ist im Gefecht in der Lage, einen zahlenmäßig deutlich überlegenen Gegner zu schlagen, dessen Kräfte nicht oder schlecht geführt werden. Damit die Führung im Gefecht gelingen kann, bedarf es neben der militärischen Fähigkeit „Führung“ vor allem einer funktionierenden Kommunikation.

Abstand, Gefechtslärm und der Fokus auf den unmittelbaren Feuerkampf erschweren die Kommunikation im Gefecht bzw. machen diese gänzlich unmöglich. Das „Führen mit Stimme“ kommt in solchen Situationen sehr schnell an seine Grenzen. Dank des technologischen Fortschritts im Bereich der Waffen-, der Kommunikationstechnik und auch der persönlichen Schutzausstattung – Stichworte hier sind die Schnittstellen bzw. Unterbringungsmöglichkeiten für Verkabelungen, Gehörschutz mit Sprechsatz, PTT-Tasten oder smart Devices – wird es jedoch zunehmend einfacher, Befehle im Feuerkampf zu übermitteln und die kämpfenden Elemente zu koordinieren, um so eine Überlegenheit im Gefecht zu erzielen.

The Sound of Silence

„Krieg ist die Hölle, aber der Sound ist geil“ lautet ein makabrer Bundeswehrspruch, der sich in den Wortschatz vieler Ausbilder der Bundeswehr eingeschlichen hat. Der Spruch kokettiert mit der Faszination vieler Menschen für Knallgeräusche, die man nicht zuletzt im Rahmen der Silvesternacht in einem großen Teil der Bevölkerungen wahrnehmen kann. Unterhaltungen mit kriegserfahrenen Veteranen aber auch die mit zunehmender Dienstzeit und einhergehend intensivieren Gefechtsausbildung gemachten eigenen Erfahrungen lassen jedoch auch bei jungen Soldaten schnell die Erkenntnis reifen, dass der Sound nicht „geil“, sondern störend und schädlich zugleich ist.

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