StartNeuBallistische Schutzplatten mit Crack Detection

Ballistische Schutzplatten mit Crack Detection

André Forkert

Der Schutz- und Helmspezialist Busch PROtective zeigte anlässlich der Teuto Defence Behördentage & Live Fire Days 2025 die ballistischen Schutzplatten PBP-1 mit der patentierten Crack Detection. Die ballistischen Platten bestehen aus Borcarbid (B4C)-Keramik und Polyethylen (PR)-Rückseite und sind in den Schutzklassen VPAM 9 (.308 Win. (7,62 x 51), 820 ± 10 m/s, Masse: 9,7 sowie VPAM 7 (.223 Rem. (5,56 x 45) / .308 Win. (7,62 x 51) FMJ/PB/SC, 830 ± 10 m/s, Masse: 9,55) verfügbar.

Die PBP-1 V9 besitzt dabei eine Dicke von 22 mm und ein Gewicht von 2.499 Gramm. Die PBP-1 V7 besitzt dabei eine Dicke von 20 mm und ein Gewicht von 1.924 Gramm pro Platte. Auf Anfrage gibt es laut Hersteller auch VPAM 9 und VPAM 7 ICW (In-Conjunction-With)-Plattem, die dünner und leichter sind. Der Hersteller preist seine leichte und schlanke Plattenkonstruktionen, die Schutz vor mehrfachen Treffern bieten soll. Es handelt sich um doppelt gekrümmte Torso-Platten mit Formen gemäß SAPI-Geometrie-Standards.

Der patentierte Sichteffekt: Zur Anwendung geeignet (links), sollte zum Überprüfen und ggf. Aussortieren / Aufarbeiten an den Hersteller zurück (rechts). Die rechte Platte zeigt neben Rissen auch Schusstreffer. Im Kreis eine Vergrößerung der Crack Detection. (Grafik: Busch)
Der patentierte Sichteffekt: Zur Anwendung geeignet (links), sollte zum Überprüfen und ggf. Aussortieren / Aufarbeiten an den Hersteller zurück (rechts). Die rechte Platte zeigt neben Rissen auch Schusstreffer. Im Kreis eine Vergrößerung der Crack Detection. (Grafik: Busch)

Das besondere an den Platten ist aber die international patentierte Crack Detection. Dabei bieten die Platten eine visuelle Erkennung von Keramikbrüchen (Crack Detection). Ballistische Schutzplatten müssen in der Regel geröntgt werden, um Schäden zu erkennen. Vor allem nach einem Sturz oder Schlag. Mit der patentierten Crack Detection soll damit Schluss sein. Der Anwender sieht nach einem Sturz einfach und schnell, ob er seine Platte weiter nutzen kann, oder zur näheren Überprüfung zum Hersteller zurückgeben sollte. Dort wird dann – wie beim röntgten – entschieden, ob sie aufbearbeitet werden kann, oder aussortiert werden muss. Schon leichte Keramikbrüche werden durch weiße Risse/Linien in der schwarzen Oberfläche sichtbar. Ein einfacher optischer Indikator. Die Oberfläche besteht aus einer extra starken Schutzabdeckung gegen mechanische Belastungen. Dennoch werden eventuelle leichte und stärkere Beschädigungen sichtbar. Weitere Optionen sind ein langlebiger, integrierter Etikettenschutz und RFID-Chips sowie ein Refurbishment-Programm für verlängerte Garantie und Lebensdauer.

Erstmals wurde diese neue Technologie auf der Enforce Tac 2025 in Nürnberg vorgestellt.

 

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