StartBewaffnungSako stellt Sturmgewehr-System Arctic Rifle Generation vor

Sako stellt Sturmgewehr-System Arctic Rifle Generation vor

Der finnische Waffenhersteller Sako hat sein neues Sturmgewehr-System Arctic Rifle Generation (ARG) vorgestellt. Wie das Unternehmen am Montag dieser Woche mitteilte, sei dies zusammen mit den finnischen und schwedischen Streitkräften speziell für die arktische Kriegführung entwickelt worden, um eingeführte Sturmgewehre abzulösen. Es sei nach NATO-Standard D14 und darüber hinaus getestet worden und biete eine unvergleichliche Zuverlässigkeit, Modularität und Anpassungsfähigkeit für militärische und polizeiliche Anwendungen.

Das ARG basiert wie so viele moderne Sturmgewehre auf der AR-15-Plattform. Es wird sowohl als ARG 40 GP mit kurzhubigem Gaskolben- als auch mit direktem Gasdrucksystem als ARG 40 DI im Kaliber 5,56 x 45 mm NATO angeboten. Daneben existiert eine halbautomatische Scharfschützenversion ARG 50 GP im Kaliber 7,62 x 51 mm NATO. Die Waffen sind vollständig für beidhändigen Gebrauch ausgelegt und mit einer Match-Abzugsgruppe sowie einem kaltgehämmerten Lauf ausgestattet.

Sako macht sich selbst Konkurrenz

Die modulare Architektur umfasst eine konfigurierbare Schulterstütze und einen Vorderschaft mit standardisierten Montierungen für das Picatinny- und M-LOK-System sowie AR-kompatible Anbauteile. Schlüsselkomponenten sind ebenfalls interoperabel mit Systemen nach AR-15-Standard, um die Logistik zu vereinfachen und die Konfigurierbarkeit zu erhöhen. Laut Sako wurde die Familie nicht nur unter arktischen, sondern auch matschigen und sandigen Bedingungen getestet.

In Schweden wird diese vermutlich nicht so bald eingeführt werden, da das Land kürzlich bereits das Sako M23 in Versionen mit Kaliber 5,56 und 7,62 mm beschafft hat. Letztere steht auch in Finnland im Dienst. Das M23 ist zudem Wettbewerber für die Nachfolge des Sturmgewehrs L85 in Großbritannien, wobei Sakos Mutterkonzern Beretta hier außerdem seine New Assault Rifle Plattform (NARP) anbietet. Wenn dieser nicht noch mit einem dritten Angebot einsteigen will, hat man wohl andere potenzielle Kunden im Auge.

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Stefan Axel Boes