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Kräftekategorien des Deutschen Heeres

Landes- und Bündnisverteidigung bedeutet heute für die Bundeswehr, dass sich die Ostflanke der NATO nicht mehr mitten im eigenen Land befindet, sondern die Einsatzräume über tausend Kilometer ostwärts im Baltikum liegen. In dieser Konsequenz führt das Deutsche Heer künftig drei Kräftekategorien ins Feld. Hierzu zählen die Leichten Kräfte, vornehmlich Infanterie wie Jäger, Fallschirmjäger und Gebirgsjäger. Sie lassen sich schnell über weite Strecken verlegen – vor allem im strategischen Lufttransport. Das macht sie zu „Kräften der ersten Stunde“ in Krisengebieten oder bei Evakuierungsoperationen.

Für den Kampf gegen gepanzerte oder mechanisierte Gegner zeigen sie sich jedoch nicht ausreichend durchhaltefähig. Dies wäre in erster Linie Sache der Schweren Kräfte, zu denen vornehmlich Panzer- und Panzergrenadiertruppe zählen. Mit ihren Kampfpanzern Leopard 2 und Schützenpanzern Puma verfügen sie über hohe Feuerkraft und Schutz. Andererseits lassen sie sich über weite Strecken nur langsam bewegen. Die neuen Mittleren Kräfte sollen diese Lücke zwischen den Leichten und den Schweren Kräften schießen.

Jan-Phillipp Weisswange

Dieser Beitrag stammt aus dem Wehrtechnischen Report Soldat & Technik 2026. Die gesamte Ausgabe kann hier auch als Printprodukt oder PDF bezogen werden.

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