StartS&T+Orion 26: Frankreich übt moderne Kriegführung auf Korpsebene

Orion 26: Frankreich übt moderne Kriegführung auf Korpsebene

Noch bis zum 30. April läuft in Frankreich die Übung Orion 26. Das Szenario beschreibt einen an den Ukrainekrieg angelehnten Konflikt, bei dem der Aggressor „Mercury“ das geografisch mit Frankreich identische „Arnland“ zunächst mit hybriden Mitteln, der Unterstützung von Separatisten und schließlich mit einer konventionellen Invasion angreift. Beteiligt sind insgesamt mehr als 12.000 Soldaten aus 24 Nationen in allen Dimensionen. Nach einer Vorbereitungsphase ab Oktober 2025 begannen die teilweise als freilaufende Volltruppenübung geführten Manöverteile im Februar.

Dabei fand unter anderem eine See- und Luftlandeoperation mit Beteiligung der französischen Flugzeugträgerkampfgruppe Charles de Gaulle, den Hubschrauberlandungsschiffen Mistral und Tonnerre sowie der italienischen San Giusto, der französischen 11e Brigade Parachutiste, der britischen 16 Air Assault Brigade und Teilen der italienischen Fallschirmjägerbrigade „Folgore“ statt. Aus Deutschland nahmen Jagdbomber Tornado des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 aus Büchel teil.

Orion 26 mit multinationaler Beteiligung

Neben den Volltruppenanteilen läuft derzeit eine Stabsrahmenübung unter Führung des Hauptquartiers des französischen 1. Armeekorps, die erstmals dessen unter anderem auf Erkenntnissen aus der Ukraine basierende neue mobile Kommandostruktur im vollen Umfang erprobt. Das Korps selbst, zuvor Rapid Reaction Corps-France, erhielt erst im Januar seine traditionelle Bezeichnung zurück. Bei Orion 26 führt es jeweils einen französischen, britischen, italienischen, polnischen und spanischen Divisionsstab.