StartBewaffnungNochmal Litauen: 30 weitere Selbstfahrhaubitzen Caesar MkII

Nochmal Litauen: 30 weitere Selbstfahrhaubitzen Caesar MkII

Litauen hat 30 weitere Rad-Selbstfahrhaubitzen des französischen Typs Caesar MkII bestellt. Ein entsprechender Auftrag wurde nach einer Mitteilung von Hersteller KNDS France vom gestrigen Donnerstag am 10. Dezember in Vilnius unterzeichnet. Das baltische Land hatte 2022 bereits 18 Stück dieses Typs bestellt. Mit der neuen Lieferung, die im ersten Halbjahr 2027 beginnen soll, wird Litauen der zweitgrößte Betreiber nach Frankreich.

Gerade erst hatte auch Kroatien 18 Caesar MkII bestellt (Soldat & Technik berichtete). Caesar ist eine 155-mm-Selbstfahrhaubitze mit 52 Kaliber langem Rohr und fünf- bis sechsköpfiger Besatzung. Die 6×6-Version MkI hat ein Gefechtsgewicht von knapp 18 Tonnen und steht seit 2008 bei den französischen Streitkräften in Dienst. Insgesamt erhielten diese 77 Stück, von denen 30 an die Ukraine abgegeben wurden und durch Neubauten ersetzt werden sollen.

Litauen wird größter Nutzer von Caesar MkII nach Frankreich

Weitere Nutzer sind Armenien, Estland, Indonesien, Marokko und Thailand. Größter Betreiber der MkI ist mit 156 Systemen die saudische Nationalgarde. 2022 erhielt KNDS den Auftrag zur Entwicklung einer Version MkII oder Next Generation (NG). Davon will Frankreich 109 zwischen 2026 und 2030 beschaffen. Weitere Aufträge gibt es aus Belgien (19) und Slowenien (18).

Die tschechischen Streitkräfte beschaffen 62 Stück mit einem 8×8-Fahrgestell auf Basis des Tatra 817 für verbesserte Mobilität und bis zu 30 Tonnen Gesamtmasse. Auch Dänemark kaufte 19, gab sie aber vollständig ebenfalls an die Ukraine ab. Nach Angaben von KNDS gaben die ukrainischen Caesar in den ersten zwei Jahren ihres Einsatzes insgesamt mehr als 40.000 Schuss ab.

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Redaktion/sab