StartS&T+Schneller Adler 2026: Division Schnelle Kräfte goes Senegal

Schneller Adler 2026: Division Schnelle Kräfte goes Senegal

Im April schloss die Division Schnelle Kräfte (DSK) im Senegal eine weitere Erkundung ab. Ziel war die Vorbereitung der Übung Schneller Adler 2026 in Westafrika zur Stärkung des Nationalen Risiko- und Krisenmanagements. Das sogenannte Nationale Risiko- und Krisenmanagement (NatRKM) ist ein zentraler Auftrag der Bundesregierung und der Bundeswehr, der dem Schutz deutscher Staatsangehöriger im Ausland dient. Es umfasst die Vorsorge und Bewältigung von Krisenlagen, bei denen deutsche Bürger in Gefahr sind, und beinhaltet, falls erforderlich, auch militärische Evakuierungsoperationen.

Die Planung und Durchführung erfolgen eng abgestimmt zwischen verschiedenen Ministerien, allen voran dem Auswärtigen Amt. Operativ geführt wird das NatRKM in der Regel durch das Operative Führungskommando der Bundeswehr (OpFüKdoBw). Zum Einsatz kommen mit der Luftlandebrigade 1 spezialisierte Kräfte der Bundeswehr, bei Lage bei denen eine Geiselbefreiung notwendig ist zum Beispiel auch das Kommandos Spezialkräfte (KSK). In der Vergangenheit gehörten die militärischen Evakuierungsoperationen aus Kabul 2021 oder aus dem Sudan ab April 2023 dazu.

Der A400M im Anflug auf Dakar, die Hauptstadt Senegals. Ein Erkundungsteam der Bundeswehr war vor Ort, um die Übung Schneller Adler 2026 vorzubereiten und mit den Partnern die Abläufe abzustimmen.
Der A400M im Anflug auf Dakar, die Hauptstadt Senegals. Ein Erkundungsteam der Bundeswehr war vor Ort, um die Übung Schneller Adler 2026 vorzubereiten und mit den Partnern die Abläufe abzustimmen. (Foto: Bundeswehr/Stefan Gierke)

Im Senegal bereitet sich die Bundeswehr mit der kommenden Großübung Schneller Adler 2026 auf Situationen vor, die hoffentlich nie eintreten. Dabei geht es darum, wie unter schwierigen Bedingungen Menschen aus einer plötzlich unsicheren Lage herausgebracht werden können – schnell und geordnet. Mit dem Senegal erfolgt diese Übung erstmals auf dem afrikanischen Kontinent, erstmals im Ausland und erstmals mit einer realen Distanz zu den Heimatstandorten.

Anderes Terrain, anderes Klima, andere Sprache

Die Luftlinie zwischen Deutschland und dem Senegal beträgt rund 5.000 Kilometer. Ein Direktflug von Deutschland in den Senegal (Hauptstadt Dakar) dauert in der Regel etwa sechs bis sieben Stunden, während Verbindungen mit Zwischenstopp eine Reisezeit von etwa zehn bis 13 Stunden in Anspruch nehmen. Das sind reale Bedingungen für solche eventuellen Einsätze. Wobei die Entfernung zum Senegal nicht die einzige Herausforderung während der Übung sein werden.

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Hinzu kommt das unbekannte Terrain, die herausfordernden klimatischen Bedingungen, die Sprache, und vieles mehr. Neben diesen eher praktischen Herausforderungen wird es weitere geben, die unsicheren, nicht stabilen Nachbarländer, sowie Versuche der direkten oder indirekten Einflussnahme von Russland und China, die mittlerweile feste Einflussgrößen in ganz Afrika sind. So ist mit Maßnahmen von Psychological Operations (PSYOP) und Falschdarstellungen im Rahmen der Übung zu rechnen sein.

Daher wird es wichtig sein, auch auf diese Eventualitäten vorbereitet zu sein. Dazu gehört die sehr enge Zusammenarbeit mit dem Senegal, dem wohl einzigen stabilen Land in Westafrika. Das deutsche Engagement soll in einer langfristigen Kooperation mit dem Senegal enden, auch wenn im Rahmen von der Übung Schneller Adler 2026 es nur eine temporären Aufenthalt handelt.