Mit Abschluss der umfangreichen Verladungen hat die multinationale Übung Quadriga 2025 einen zentralen Meilenstein erreicht. Sämtliches Personal sowie das dafür notwendige Material wurden erfolgreich verladen und sind bereit für die Verlegung auf dem Seeweg nach Litauen. Die Sicherung und der Schutz dieses strategischen Seetransports von Kräften nach Litauen unter Nutzung ziviler und militärischer verteidigungswichtiger Infrastruktur, inklusive der dafür benötigten Absicherung, ist der Schwerpunkt von Quadriga 2025.
Insgesamt sechs Roll on/Roll off-Schiffe hat das Verbindungskommando des Logistikzentrums der Bundeswehr im Rostocker Hafen mit Fahrzeugen der Panzergrenadierbrigade 37 beladen. Sanitätskräfte, Fernmeldekräfte, die Brigadestabskompanie, Panzerpionierbataillon, Panzer-, Panzergrenadier- und Panzerartilleriebataillon haben über eine Woche verteilt ihre Radfahrzeuge in den Fährhafen gebracht. Hier übernahmen es Soldaten der Hafenumschlagkompanien, die Lkw und gepanzerten Fahrzeuge vorzustauen, also so zu sortieren, dass sie nach Eintreffen der Seeschiffe in kürzest möglicher Zeit an Bord gebracht und seefest verzurrt werden können.
Quadriga erfordert logistische Großleistung
Die Landmärsche der Heeresverbände und -einheiten hatten sich zuvor über zwei Tage erstreckt. Übernachtet hatten die Truppen in einem Convoy Support Centre (CSC), gewissermaßen einer militärischen Raststätte. Eingerichtet und betrieben haben diese das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum und Logistikbataillon 172 in der von Ziethen-Kaserne in Beelitz. In einem CSC werden die Fahrzeuge getankt, gegebenenfalls Schäden behoben und fit für die Weiterfahrt gemacht. Auch die Truppe erhält hier alles, um zu rasten: Verpflegung, Unterkunft und, wenn nötig, sanitätsdienstliche Versorgung.
Der Dank der Truppe geht an die Bevölkerung und vor allem an alle Verkehrsteilnehmer auf den Marschstrecken für die Geduld, wenn die Marschkolonnen mit ihren geringeren Geschwindigkeiten den Verkehrsfluss verlangsamt haben. Wichtig: Es ist nicht zu Unfällen gekommen. Die Übung verdeutlicht eindrucksvoll, welche logistische Leistung eine großangelegte Verlegung von Streitkräften bedeutet. Fahrzeuge, Ausrüstung und Personal müssen koordiniert und innerhalb enger Zeitfenster auf Straße, Schiene und See bewegt werden – eine komplexe Aufgabe, die nur durch präzise Planung und die enge Zusammenarbeit der beteiligten Kräfte aller Dimensionen gemeistert werden kann.
Redaktion/sab








