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Britische Commandos – Royal Marines kehren zu ihren Wurzeln als maritime Spezialkräfte zurück

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In ihrem 350sten Jubiläumsjahr stehen die Royal Marines offenbar vor großen Veränderungen. So soll die 3 Commando Brigade wieder mehr auf ihre Rolle als maritimes Kriegführungselement sowie auf Spezialkräfteeinsätze ausgerichtet werden. In der 3 Commando Brigade dienen neben den zur Royal Navy gehörenden Marines auch noch Soldaten der British Army, der Royal Navy und der Royal Air Force.

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Das grüne Barett mit dem Löwen vor dem Globus ist das traditionsreiche Erkennungszeichen der Royal Marines (Foto: MoD UK)

Für die Royal Marines bedeutet das durchaus eine Rückkehr zu ihren Traditionen. Dieser kommt nicht zuletzt durch einen Unterstellungswechsel und eine am 5. November erfolgte Umbenennung zum Ausdruck. So firmiert die ehemalige 1 Assault Group Royal Marines nun als 47 Commando Raiding Group und ist der 3 Commando Brigade unterstellt. Im Zuge der Umbenennung firmiert auch die 539 Assault Squadron jetzt als 539 Raiding Squadron.

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Royal Marines bei einer amphibischen Landungsoperation bei Trident Juncture 2015 (Foto: MoD UK)

Der Traditionsname reiht sich nicht nur in die Benennung weiterer Verbände der 3 Commando ein (40, 42, 43, 45 Commando) sondern erinnert darüber hinaus an die bedeutende Rolle der Royal Marines im Zweiten Weltkrieg: Das damalige 47 Commando spielte eine Schlüsselrolle bei der Landung auf der niederländischen Insel Walcheren im November 1944. Hierdurch konnten die Zugänge nach Antwerpen freigekämpft werden, einem strategisch wichtigen Hafen für die Versorgung der Alliierten Truppen im Zweiten Weltkrieg.

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Soldaten der 539 Assault Squadron in arktischer Umgebung (Foto: MoD UK)

Zuvor war das 47 Commando auch in Nordfrankreich im Einsatz. Etwa 48 Stunden nach der Landung am Gold Beach am D-Day kämpfte sich der Verband in einer wagemutigen Aktion bei  Port-en-Bessin aus der rückwärtigen Flanke heran und öffnete letztlich die Nachschubrouten für die vorrückenden alliierten Truppen. Diese Waffentat von Port-en-Bessin trug zu einem guten Teil zur jetzt erfolgten Namensänderung bei.

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Die Namensänderung soll überdies zum Ausdruck bringen, daß sich die Royal Marines wieder vermehrt auf  taktische Kommandounternehmen konzentrieren und ihr Wissen über seegestützte Kriegsführung wieder in den Vordergrund ihrer Kampfweise stellen sollen. Dabei steht das Sturmboot wieder im Mittelpunkt des Handelns, zusammen mit der Entwicklung modernster Waffen, Taktiken und Kampfstrategien. Dies alles ist Teil des Konzepts der Future Commando Force.

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Gedenken zum 75 Jahrestag um die Schlacht auf Walcheren (Foto: MoD UK)

„Mit enormem Stolz konnte ich die Umbenennung von 1 Assault Group Royal Marines in 47 Commando (Raiding Group) Royal Marines bekannt geben“, so der Kommandeur der Royal Marines, Generalmajor Matt Holmes. „Das Commando-Ethos ist unglaublich stark und bleibt der goldene Faden, der sich durch die Royal Marines zieht, während wir als Kommandotruppe der Royal Navy in die Zukunft gehen.“

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Schlauchboote setzen einen Spähtrupp der Royal Marines an der Küste ab (Foto: MoD UK)
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Prisenkommando der 539 Assault Squadron (Foto: MoD UK)

Das 47 Commando war mach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1946 aufgelöst worden. Mit der Umbenennung der  1AGRM, die jetzt unter dem Kommando der 3 Commando Brigade Royal Marines steht, ist der Verband nun im Einklang mit der Traditionsbezeichnung wiederbelebt worden. Die 1AGRM war 2001 aufgestellt worden und ist auf Operationen mit Landungsbooten und Sturmgruppen spezialisiert.  Sie hatte schon immer enge Verbindungen zur 47 Commando Association.

Jan-Phillipp Weisswange