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Silvus Technologies hat im Auftrag der U.S. Army eine neue gehärtete Funkwellenform entwickelt, die es Gegnern erschweren soll, Kommunikationssignale der U.S. Army zu erkennen, abzufangen und zu stören, so das Unternehmen am 13. August.

Dazu arbeitet Silvus bereits seit August 2019 mit dem C5ISR-Center des Army Combat Capabilities Development Command (Command, Control, Communication, Computers, Cyber, Intelligence, Surveillance, and Reconnaissance Center) an der Entwicklung einer LPI/LPD (Low Probability Intercept/Low Probability Detect)-Wellenform zusammen.

Nach der Entwicklung werden Silvus und das C5ISR-Zentrum nun eine sechsmonatige Test- und Evaluierungsphase durchführen. Damit erhöht sich der Gesamtwert des Auftrages auf zwei Millionen US-Dollar.

Die Mittel für Forschung und Entwicklung werden speziell für die Arbeit des C5ISR-Zentrums an einem Projekt mit dem Namen „Protected Communications for Manned/Unmanned Teams (deutsch: Geschützte Kommunikation für bemannte/unbemannte Teams)“ verwendet. Während des Evaluierungszeitraums wird Silvus mehrere neue Fähigkeiten in die LPI/LPD-Wellenform integrieren, darunter Frequenz-Hopping, um die Kommunikation auch bei Störungen aufrecht zu erhalten, die Fähigkeit Interferenzen herauszufiltern und eine Technologie, die es den Funkgeräten ermöglicht die Sendeleistung zu kontrollieren, um eine weniger strahlende Kommunikation zu ermöglichen.

Die sichere Kommunikation für das bemannte/unbemannte Teaming-Projekt konzentriert sich auf „sichere Kommunikationsfähigkeiten mit hohem Datenraten und geringer Entdeckbarkeit für bemannte/unbemannte Teaming-Operationen“, heißt es in der Silvus-Pressemitteilung. „Die neue Fähigkeit vereint eine leistungsstarke Suite von Anti-Jam- und LPI/LPD-Funktionen, um eine robuste und sichere Kommunikation für den Teilnehmer in überlasteten und umkämpften Umgebungen zu ermöglichen“, sagte Babak Daneshrad, Gründer und CEO von Silvus Technologies.

Die neuen Wellenformen werden laut Edric Thompson, Sprecher des C5ISR-Zentrums, ab diesem Winter bis zum Frühjahr 2021 in Laborversuchen getestet. Er fügte hinzu, dass Felddemonstrationen während des laufenden Netzwerkmodernisierungsexperiments des Zentrums im Jahr 2021 und des Projekts Convergence 2021 stattfinden werden.

Im Mai erhielt Silvus einen mit vier Millionen US-Dollar dotierten Auftrag für die Bereitstellung von 1.000 seiner taktischen mobilen Ad-hoc-Funkgeräte für das Integrated Visual Augmentation System-Programm der U.S. Army.

André Forkert