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Die im baden-württembergischen Nagold ansässige IEA Mil-Optics GmbH wurde durch das das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern beauftragt bis zu 2.000 Sätze des monokularen Nachtsichtgerätes Night-Tronic NT940 C+ an die Bundespolizei zu liefern. Das Unternehmen teilte am heutigen Nachmittag mit, dass man eine entsprechende Rahmenvereinbarung für die Lieferung der Systeme inklusive eines mehrjährigen Wartungsvertrages unterzeichnet hat.

Den Angaben des Unternehmens nach konnte sich das Night-Tronic NT940 C+ in einem wettbewerblichen Vergabeverfahren gegen eine Mehrzahl von Mitbewerbern durchsetzen.

Bei dem Nachtsichtgerät handelt es sich um ein nur 280g leichtes, aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigtes monokulares Nachtsichtgerät, welches nach aktuellen MIL-SPEC Normen gefertigt wird. Das NT940 C+ ist mit speziell für die Bundespolizei gefertigten Photonis Bildverstärkerröhren ausgestattet.

Funktionsprinzip

Alle modernen Nachtsichtgeräte auf Basis der Restlichtverstärkung arbeiten nach demselben Funktionsprinzip. Die im Objektiv gesammelten und gebündelten Photonen des für das menschliche Auge nicht sichtbaren Nah-IR-Spektrums (ca. 750 bis 950 nm) werden in der Photokathode in Elektronen umgewandelt.

Funktionsprinzip eines Restlichtverstärkers (Grafik: IEA Mil-Optics GmbH)

Die Elektronen werden mittels einer Mikrokanalplatte um das Zigtausendfache verstärkt und anschließend auf einem Phosphorbildschirm in ein für das menschliche Auge wahrnehmbares Licht umgewandelt. Die Kombination aus Photokathode, Mikrokanalplatte und Phosphorschirm wird als Röhre bezeichnet.

Waldemar Geiger