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Der US-Waffenhersteller Lewis Machine & Tool Company (LMT) teilte unlängst mit, dass mit der Lieferung der vertraglich vereinbarten Gewehre für die estnischen Streitkräfte begonnen wurde. Das 1980 gegründete und in Eldridge/ Iowa (USA) ansässige Unternehme hatte im Mai 2019 den finalen Zuschlag erhalten. Diesem ging eine Rüge der Vergabeentscheidung durch den Mitbewerber Sig Sauer voraus. Nach einem juristischen Schlagabtausch setzte sich final LMT durch und erhielt den Auftrag zur Lieferung von MARS-L Sturmgewehren im Kaliber 5,56 x 45 mm mit zwei verschiedenen Lautlängen (14,3 Zoll und 12 Zoll), sowie dem MARS-H im Kaliber 7.62 x 51 mm mit einer Lauflänge von 16 Zoll. Letztere Plattform wurde gesondert für diese Ausschreibung entwickelt.

Das LMT Modular Ambidextrous Rifle System (MARS) Gewehr indes ist kein Neuling auf dem internationalen Parket. Ab 2015 löste Neuseeland seine Steyer AUG Gewehre mit dem MARS-L ab.

Der estnische Auftrag hat einen Gesamtwert von 22,7 Millionen Euro und beinhaltet neben den oben erwähnten Gewehren auch ein Ersatzteil-, Wartungs- und Trainingspaket sowie 40mm M203 Unterlaufgranatwerfer.

Die estnischen Streitkräfte haben mehrere Versionen des MARS, in zwei unterschiedlichen Kalibern, beschafft. (Foto: LMT)

Mit dem ersten Los sollen die Heckler & Koch G3 und IMI Galil Gewehre der 1. und 2. Infanteriebrigade abgelöst werden. Danach sollen bis Ende 2022 schrittweise die restlichen Streitkräfte folgen. Der Gesamtbedarf liegt bei etwa 16.000 Gewehren.

Kristóf Nagy