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Die norwegischen Streitkräfte haben FN Herstal mit der Lieferung neuer Maschinengewehre beauftragt. Ein zweiteiliger Rahmenvertrag dazu wurde kürzlich erteilt. Dies geht aus einer Meldung der norwegischen Beschaffungsbehörde Forsvarsmateriell (FMA) hervor.

Ein erster Vertrag mit sieben Jahren Laufzeit sieht die Lieferung von bis zu 4.000 FN Minimi 7,62 Mk3 und logistische Unterstützung vor. Ein zweiter Vertrag regelt die Beschaffung von Ersatzteilen, Zubehör, Spezialwerkzeugen und Ausbildungsleistungen. Er ist auf 20 Jahre angelegt. Der Rahmenvertrag hat einen Wert von bis zu 350 Millionen norwegischen Kronen, das entspricht rund 35 Millionen Euro.

Das FN MINIMI 7,62 Mk3 ist eine Weiterentwicklung des bewährten leichten Maschinengewehrs aus dem Hause FN Herstal im Kaliber 7,62 mm x 51. Es wurde 2013 erstmals vorgestellt. Die Waffe ist bei über 40 Nationen in Nutzung, darunter NATO-Staaten wie Belgien, Frankreich, Großbritannien oder die Niederlande.

In die Entwicklung des Minimi Mk3-Rüststandes flossen zahlreiche Einsatzerfahrungen ein. Die wesentlichen Veränderungen zielten vor allem auf die Ergonomie und Beweglichkeit, während das Kernsystem im Hinblick auf die einfachere Logistik erhalten blieb.

Zu den Verbesserungen des Mk3 gehören:

  • eine längenverstellbare Schulterstütze (fünf Rastpositionen) mit integriertem Puffer und anpassbarer Wangenauflage,
  • ein neu gestalteter Handschutz, an den sich das höhenverstellbare Zweibein anklappen lässt, auch wenn Zubehörteile montiert sind,
  • ein ergonomischer gestalteter Spannschieber,
  • eine verbesserte Gurtzuführung,
  • ein optionales Hitzeschutzblech,
  • eine Umbaumöglichkeit des FN MINIMI 7.62 Mk3, um Munition des Kalibers 5,56 mm x 45 verschießen zu können.
Der Leiter Heeresrüstung der norwegischen Beschaffungsbehörde FMA, Brigtadier Øyvind Kvalvik, und der bei FN-Herstal zuständige Vertriebschef Nicolas de Gottal besiegelten den Vertrag per digitalem Handschlag. (Foto: FMA)

Jan-Phillipp Weisswange