StartFührung & KommunikationBritische Streitkräfte beschaffen taktische Funkgeräte von L3Harris

Britische Streitkräfte beschaffen taktische Funkgeräte von L3Harris

Waldemar Geiger

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Das britische Verteidigungsministerium hat den US-Rüstungskonzern L3Harris Technologies mit der Lieferung von taktischen Mehrkanal-Funkgeräten des Typs Falcon IV AN/PRC-163 beauftragt. Dies gab das Unternehmen gestern bekannt. Details über Stückzahlen und Auftragsvolumen wurden nicht genannt.

Herstellerangaben zufolge ist das AN/PRC-163 „das fortschrittlichste Handfunkgerät, das derzeit weltweit erhältlich ist“. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass das Funkgerät gute interoperable Kommunikationsmöglichkeiten biete, da es nicht nur in den US-Streitkräften (U.S. Army, U.S. Marine Corps, U.S. Special Operations Command und U.S. Airforce), sondern auch in einer Vielzahl weiterer Nationen eingeführt wurde.

Das Zweikanal-Funkgerät AN/PRC-163 wiegt inklusive Batterien rund 1,1 Kilogramm. Es verfügt L3Harris zufolge über eine breite Palette an sicheren Kommunikationswellenformen und integriert gleichzeitig Sprach- und Datenkommunikation, Netzwerk-Routing und Gateway-Funktionen. So sei mit dem Funkgerät beispielsweise eine parallele Kommunikation auf dem VHF-Frequenzband sowie einem weitreichenden UHF-Satcom-Band möglich. Dies erlaubt nach Angaben des Herstellers einen gleichzeitigen Informationsaustausch auf der taktischen Ebene sowie der übergeordneten Führung abseits des Einsatzraumes oder den Empfang von Echtzeitbildern luftgestützter Aufklärungsmittel. Darüber hinaus ermöglicht die  softwaredefinierte Architektur den Anwendern, schnell neue Wellenformen und erweiterte Funktionen hinzuzufügen, um den sich geänderten Anforderungen anzupassen.

Das AN/PRC-163 Funkgerät unterstützt MANET-Wellenformen und kann sowohl auf VHF-, UHF- sowie Satcom-Frequenzbändern operieren. Einem L3Harris-Vertreter zufolge kann das Funkgäret mittels eines Mission-Moduls um einen dritten Kanal erweitert werden, so dass die beiden ersten Kanäle „für bidirektionale Kommunikation zur Verfügung stehen, während der ISR-Empfänger als Rucksackmodul den Empfang von bspw. ROVER ermöglicht“. Bei Bedarf können diese über den dritten Kanal gewonnen Daten im Anschluss über die beiden anderen Kanäle flexibel weiterverteilt werden. Beim ROVER (Remotely Operated Video Enhanced Receiver) handelt es sich um ein System, das es Bodentruppen erlaubt, die Sensordaten – beispielsweise Bilder und Videos – eines Luftfahrzeuges in Echtzeit auf einem Wiedergabegerät wie zum Beispiel einem Tablet zu sehen.

Waldemar Geiger