StartMobilitätLuftlandeplattform: Bundeswehr sieht höhere Dringlichkeit

Luftlandeplattform: Bundeswehr sieht höhere Dringlichkeit

Waldemar Geiger

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Der Krieg in der Ukraine zeigt deutlich, dass Luftlandekräfte auch in der Kriegsführung des 21. Jahrhunderts eine wichtige Rolle übernehmen. Auch wenn letztendlich gescheitert, weil keine ausreichenden Folgekräfte schnell genug nachgeführt werden konnten, demonstrierte der nur wenige Stunden nach Kriegsbeginn durchgeführte Luftsturmangriff der russischen Fallschirmjäger auf den Flughafen Hostomel, dass Luftlandeinfanterie auch auf dem modernen Gefechtsfeld nicht obsolet geworden ist. Auch bei der Vereitelung des Versuchs, schnell Folgekräfte auf den Flughafen zu bringen, sollen Luftlandeinfanteristen – diesmal auf Seiten der Ukrainer – eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben.

In Anbetracht dessen, ist es nicht verwunderlich, dass auch die Bundeswehr weiterhin mit Luftlandekräften plant, nicht nur in der Rolle der leichten luftbeweglichen Infanterie für weltweite Einsätze im Rahmen der nationalen Krisenvorsorge, sondern auch als schnell verlegbares und zu Überraschungsangriffen über weite Distanzen hinweg fähiges Instrument im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung. Zur Ertüchtigung der Luftlandekräfte der Bundeswehr – zu denen nicht nur Fallschirmjäger der Infanterie, sondern auch Aufklärer, Sanitäter, Logistiker, Pioniere und Fernmelder gehören – soll der Fuhrpark nun dem Vernehmen nach deutlich schneller modernisiert werden, wie Soldat & Technik aus mehreren Quellen erfahren hat.

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